Vorstellung deutscher Bücher und Medien
Das Dschihadsystem. Wie der Islam funktioniert
Manfred Kleine-Hartlage, Resch-Verlag, Gräfelfing, ISBN-Nr. 978-3-935197-96-0, 296 Seiten, 19,90 € [D]
Der Berliner Sozialwissenschaftler Manfred Kleine-Hartlage analysiert in diesem Buch den Islam aus soziologischer Sicht. Dabei stellt er dar, dass es zum Wesen des Islam gehört, nach (Vor-)Herrschaft über nichtmuslimische Gesellschaften und Gruppen zu streben. Er beschreibt, welche Mechanismen dafür schon im Koran und im Leben Mohammeds angelegt sind und wie sie in der Geschichte der Ausbreitung des Islam verwirklicht wurden. Im Blick auf den Islam in Europa macht er deutlich, dass diese „Spielregeln“ auch hier angewandt werden, um die islamische Gemeinschaft zusammenzuhalten und auf die Mehrheitsgesellschaft Einfluss auszuüben. Viele seiner Aussagen stehen im Widerspruch zur verbreiteten „political correctness“. Im ersten Teil seines Buches deckt er auf, warum bei uns zur Zeit etliche Fakten bezüglich des Islam einfach nicht wahrgenommen werden. Dass er dabei und an manchen anderen Stellen seines Buches hin und wieder recht polemisch formuliert, könnte (leider) dazu führen, dass seine wichtigen Aussagen als parteilich oder voreingenommen abgetan werden. Personen in gesellschaftlicher Verantwortung (Politiker, Juristen, Pädagogen ...) sollten sich aber gründlich mit den vorgelegten Analysen auseinandersetzen, um Verhaltensweisen von Muslimen verstehen und angemessen mit ihnen umgehen zu können. – Für uns als Christen fehlen zu unserer Orientierung m. E. zwei wichtige Aspekte, die allerdings auch nicht unmittelbar zur Thematik des Buches gehören: 1. eine Aufdeckung der geistlichen Hintergründe des Islam – und 2. deutliche Hinweise, dass die einzelnen Muslime zwar in das „Dschihadsystem“ eingebunden sind, sie aber zugleich als Menschen von ihrem Schöpfer, dem lebendigen Gott, wie Ihn die Bibel bezeugt, geliebt und gesucht werden.
Ich glaubte an Allah und träumte von Jesus
Albrecht Hauser (Hrsg.), SCM Hänssler, ISBN 978-3-7751-4696-8, 2010, 10,95 €.
Albrecht Hauser, Kirchenrat i.R., lebte mit seiner Familie 18 Jahre in der islamischen Welt. Er war Fachreferent für Mission im Oberkirchenrat der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und lange Jahre Vorsitzender des Arbeitskreises Islam der Deutschen Evangelischen Allianz. Durch sein Vor- und Nachwort gibt er den Lebensberichten einen würdigen Rahmen. Ja, er benennt den Knackpunkt: Das Wort vom Kreuz! Christus starb am Kreuz, stellvertretend für die Sünde – auch aller Muslime. Alle, die Gottes Liebe erfahren haben, sollten sich Gedanken machen über das Wie der Mission unter Muslimen, ohne das Ob in Frage zu stellen. Dabei betont er die Rolle der Gemeinde als Spiegel der Liebe Christi.
15 ehemalige Muslime erzählen, was sie dazu gebracht hat, Jesus nachzufolgen – dabei spielten neben Christen, Bibel und Wundern auch Träume eine gewisse Rolle. Wir lesen z.B., wie Salih und Ayşe aus ihrem Leben erzählen. Sie besuchten die türkische Versammlung in Wiesbaden. Ebenso kommt eine Türkin zu Wort, die sich mit einem deutsch-türkischen Ehepaar vom Orientdienst zum Bibelstudium traf. Auch Necati Aydıns Hinwendung zu Jesus ist zu lesen – er, der wenige Tage vor seiner Ermordung noch auf unserer Mitarbeiter-Konferenz gesprochen hatte. Somit spielte die Arbeit des Orientdienstes für diese vier Personen eine gewisse Rolle.
Neben Türken und Kurden berichten auch ehemalige Muslime aus dem Irak, USA, Kosovo, Pakistan aus ihrem Leben. Vier ermutigende Zeugnisse stammen aus Algerien und geben dadurch ein Stück Einblick in die jüngere Missionsgeschichte des Landes. Sie sind ein Zeugnis der verändernden Kraft des Heiligen Geistes. Ein Bericht ist überschrieben: „Vom Terroristen zum Evangelisten“. Ein anderer Algerier wird als „der erste Stein im 'Endlosdomino' der algerischen Erweckung“ beschrieben. Den ersten An-stoß, über den Glauben an Jesus ernsthafter nachzudenken, bekam er bei einem Fußballcamp.
Diese Lebensbeschreibungen zeigen einerseits, von welchen Werten und Zielen Muslime bestimmt waren und wie sie andererseits durch das Vertrauen auf Jesus zu einem erfüllten Leben in Frieden, Freiheit und Geborgenheit gefunden haben. Das Buch verschweigt auch nicht, wie gefährdet Menschen sind, die dem Islam den Rücken kehren. Die Berichte zeugen von dem Auferstandenen, der auch in unserer Zeit sich als der Lebendige, der Leben gebende und im Glauben bewahrende zu erkennen gibt – sich dadurch begreifbar macht. Und eins ist sicher: Der Leser wird Anknüpfungspunkte für seine Begegnungen mit Muslimen finden. Erhältlich auch über unsere Bücherstube.
Sohn der HAMAS. Mein Leben als Terrorist
Mosab Hassan Yousef, mit Ron Brackin. SCG Hänssler, ISBN 978-3-7751-5223-5, 2010, 272 S., 22,95 €Der Autor Yousef hatte beste Voraussetzungen, ein Volksheld zu werden, vielleicht durch sein Opfer im palästinensisch-israelischen Konflikt. Doch in den Augen seines Volkes wurde er ein Verräter, brachte Schande über seine Familie – denn er arbeitete 10 Jahre lang für den israelischen Geheimdienst. Er selbst war überzeugt, nur das Verständnis seiner Landsleute von Heldentum verraten zu haben.
Yousef wird in Jerusalem zufällig von einem Christen angesprochen, der ihn zu einem Bibelkreis einlädt. Dort erhält er ein Neues Testament. Allmählich erkennt er, dass alle Menschen mit Gier, Stolz und schlechten Gedanken den gleichen Feind haben. Das gelebte Christsein überzeugte ihn schließlich, selbst Christ zu werden. Sein Vater war ein hingebungsvoller Muslim, der jedem offen und liebevoll begegnete. Doch andererseits stellte er sich nicht klar gegen Gewalt und galt als Schlüsselfigur der Intifada. Dies war für Mosab Hassan schwer nachzuvollziehen. Trotzdem hörte er nicht auf, seinen Vater und seine Landsleute zu lieben und litt darunter, dass sie den Frieden durch Christus noch nicht begriffen.
Ein beinahe schonungslos offenes Schreiben über das Innere eines Konflikts, von dem wir über die Medien oft nur Fragmente von Äußerem mitgeteilt bekommen. Mir hat das Buch geholfen, Hintergründe und Motivation für die oft zermürbenden Konflikte besser zu verstehen. Das Buch macht Hoffnung, weil es zeigt, wie einer, der sich der Vernichtung Israels verschrieben hatte, dahin kommt, auch die Juden zu lieben, sogar sein Leben für sie zu riskieren. Eine Art Fortsetzung seiner Geschichte ist in seinem Blog sonofhamas.com zu finden.
Christsein angesichts des Islam. Ein Glaubenskurs
Evangelisches Missionswerk in Deutschland (EMW) und Comenius-Institut (Hrsg.), Hamburg/Münster, 2009.Es ist zu begrüßen, dass zwei namhafte evangelische Institutionen den Versuch unternommen haben, den christlichen Glauben angesichts der islamischen Herausforderung zu formulieren. Allerdings hat das Buch nicht – wie man von einem Missionswerk erwarten könnte – die Absicht, Christen zu einem besseren Glaubenszeugnis im Gespräch mit Muslimen zu verhelfen, sondern „einen konstruktiven Dialog auf der Ebene der Gemeindearbeit zu ermöglichen“ (Peter Schneider in seinem Geleitwort für das Comenius-Institut, S.6). In dem Kurs werden Gemeinden und Christen „darin begleitet, die Fragen nach dem eigenen Glauben und seiner Bedeutung im Miteinander mit Muslimen neu zu beantworten“ (Verena Grüter, Hamburg, und Bern Neuser, Witten, in ihrer Einführung S.7). Dabei legen sie „zeitgemäßes Wissen über den christlichen Glauben“ (ebd.) zugrunde, d.h. eine Darstellung, die auf (durchaus umstrittenen) Thesen zeitgenössischer historisch-kritischer Theologie beruht.
Die 12 Autorinnen und Autoren sind evangelische Theologen, die überwiegend aus Rheinland und Westfalen kommen und Dialogerfahrung im In- und Ausland haben. Sie entfalten ihren Dialogansatz in neun Themenbereichen: Gebäude, Gebet, Gott, Jesus, Hoffnung, Frieden, Wirtschaft, Geschlechterrollen und Dialog-Praxis. Dabei folgen sie der Methode, jeden Themenbereich mit einer Problemanzeige oder einem Erfahrungsbericht einzuleiten, eine theologische Reflexion („Vergewisserung“) des biblischen Glaubens folgen zu lassen, islamische Positionen zum Thema zu beschreiben und daraus schließlich Folgerungen für die Dialog-Praxis und das Zusammenleben zu ziehen.
Es fällt auf, dass die Darstellung des christlichen Glaubens sich bewusst kritisch von der kirchlichen Lehre absetzt, während beim Islam die traditionellen Positionen relativ unkritisch und geschönt dargestellt werden. Auffällig ist auch, dass durchgängig die Fragen von Muslimen an Christen thematisiert werden, während von christlichen Anfragen an Muslime kaum die Rede ist. Ich habe den Eindruck, dass hier das Christentum in einem kritischen Prozess an einen traditionellen Islam angepasst werden soll, um möglichst viele Hindernisse für Dialog und friedliches Zusammenleben aus dem Weg zu räumen. Die nach jedem Kapitel angegebenen Literaturangaben sprechen für sich!
Die Autoren gehen teilweise behutsam vor und stellen verschiedene Ansichten zur Diskussion. Von „Vergewisserung“ kann dabei allerdings kaum die Rede sein. Der Leser ist eher verwirrt. Christentum und Islam erscheinen durchgängig als unterschiedliche „religiöse Traditionen“, die auf ihre Bedeutsamkeit für das praktische Leben von Christen und Muslimen befragt werden. Kein Wunder, dass die Verfasser ein gemeinsames Beten von Christen und Muslimen doch sehr sympathisch finden (S.26ff.). Der Grund liegt in einer abgeflachten Lehre von der Dreieinigkeit Gottes (Christen denken “das Wirken des Geistes in der Gegenwart, den Weg Jesu Christi und den Gott Israels und Schöpfer der Welt zusammen.“ S.36).
Noch bedenklicher ist die dargebotene Lehre von Jesus Christus (S.49ff.). Die Verfasser gehen davon aus, dass Jesus sich nicht als Messias bekannt hat und der Messias-Glaube erst nach Ostern entstanden ist (S.50). Das Bekenntnis zu Jesus als „Sohn des lebendigen Gottes“ und zu seiner „Wesensverwandtschaft mit Gott“ sei Gemeindeglaube (ebd.). Deshalb bleibt Jesus nur noch „Leitbild“ (S.51). „Erlösung [ist] ein dynamischer Prozess, ein Mitgenommenwerden auf und ein Eintauchen in den Weg Jesu.“ (S.72) Dementsprechend „gründen Christinnen und Christen ihre Hoffnung“ im Gericht darauf, dass sie nicht durch die eigenen Werke, sondern „durch die Liebe, die Gott durch Leben und Werk Jesu Christi erwiesen hat“, gerechtfertigt werden (ebd.). Sein Sühnopfer spielt dabei keine Rolle; denn, indem Christen vom Kreuz Jesu reden, bekennen sie, „dass Gott selbst im tiefsten Leid und Tod nicht vom Menschen weicht“ (S.58). – Damit wird aber das biblische „Wort vom Kreuz“ seines Zentrums beraubt.
Die Frage nach der Wahrheit wird bewusst ausgeklammert. Mein Eindruck ist, dass die Meinung, „dass es nicht nur einen einzigen Zugang zur Wahrheit gibt“ (V.Grüter und B.Neuser in der Einführung, S.8), von den Verfassern nicht nur auf verschiedene innerchristliche Interpretationen, sondern auch auf Christentum und Islam insgesamt bezogen wird. Dahinter steht wohl der Ansatz, dass sich unterschiedliche Religionen nur durch ein unterschiedliches Gottesverständnis unterscheiden und Wahrheit sich in Begegnung und Dialog „ereignet“.
Es wird zwar an einigen Stellen gesagt, dass Christen auf manche Bekenntnisaussagen (z.B. dass Jesus tatsächlich gekreuzigt wurde) nicht verzichten können, aber eine biblische Botschaft an Muslime wird nicht formuliert. Ich habe den Eindruck, dass der Kurs gegenüber den kritischen Anfragen aus dem Islam die christliche Botschaft so weit wie möglich „zurücknimmt“. Da hilft es auch nicht zu betonen, dass Christen ihren (gestutzten) Glauben Muslimen bezeugen sollen. Die herkömmliche christliche Mission wird karikiert und abgelehnt bzw. durch einen auf friedliches Zusammenleben („Konvivenz“) zielenden Dialog ersetzt (S.125ff.).
Die umfangreiche Broschüre (Format DIN A4, 136 S.) ist reich bebildert (fast ebenso viele Darstellungen zum Islam wie zum Christentum), übersichtlich strukturiert und grafisch aufwendig gestaltet. Trotzdem wird sie vom EMW gegen eine Spende abgegeben. Ich frage mich, welche Sponsoren Interesse an der Verbreitung haben, oder ob das Buch gar aus Kirchensteuermitteln finanziert wird.
Unsere neuen Nachbarn. Einwanderer & Flüchtlinge.
Ein Gebetsheft. Hrsg. von AEM-Deutschland und Caleb Resources-USA, 2009, 34 S.Menschen verschiedener Volksgruppen und Kulturen lassen sich in den Städten Europas nieder. Wir nennen sie Einwanderer, Flüchtlinge bzw. Asylbewerber, heute werden sie meist als Migranten oder als Menschen mit Migrationshintergrund bezeichnet – doch alle sind Menschen wie du und ich. Auf 28 Seiten wird die Vielfalt der Lebenssituationen und Schicksale dieser Menschen exemplarisch und mit Foto wiedergegeben – jeweils drei Gebetsanliegen stehen dabei. Offenbar hat Gott sie nach Europa gebracht, damit sie mehr Möglichkeiten haben, das Evangelium zu erfahren. Auch sie sollen Teil der großen Schar im Himmel werden, die Johannes in seiner Vision vor dem Thron Gottes gesehen hat. Es ist unsere Verantwortung als Christen, diese Einwanderer und Flüchtlinge als unsere neuen Nachbarn willkommen zu heißen und Raum zu schaffen für das Evangelium. Das kostenlose Heft können Sie für Ihr persönliches Gebet benutzen, Sie können auch einzelne Seiten kopieren für den Hauskreis, die Bibelgruppe oder das Gemeindeblatt. Dieses Gebetsheft kann Ihnen helfen, fremde Menschen, die Ihnen begegnen, mit Gottes Augen zu sehen.
Bezugsquelle: AEM-Deutschland, www.aem.de; einzelne Exemplare bei Orientdienst.
Paulus DVD, Preis 12,95 €
Die DVD über Apostel Paulus und die Urkirche ist eine brilliante Produktion. Der Film beginnt mit der Bekehrung des Saulus zum Paulus und begibt sich quasi auf eine Reise zu den wichtigsten Orten seines Wirkens auf anatolischem Boden. In nur 48 Minuten wird vor dem Zuschauer ein reicher archäologischer Schatz ausgebreitet. Mosaike, Fresken, Statuen, Amphitheater, Agoren und mehr. Der religiöse und historische Hintergrund, vor dem Paulus das Evangelium in Anatolien predigte, wird gezeigt. Der Film ist aber mehr als eine archäologische oder historische Studie. Der Zuschauer ist eingeladen, die Entstehung christlicher Gemeinden und wesentliche Elemente im Wirken und Leben des Gemeindegründers Paulus mitzuerleben - Wunder ebenso wie Schwierigkeiten und Verfolgung. Zum besseren historischen Verständnis dienen zahlreiche 3D-animierte Karten und viele Aufnahmen aus Orten, die für die Mission des Paulus entscheidend waren, angefügt. Bedeutende Exponate aus einer Vielzahl türkischer Museen werden ebenfalls gezeigt.
Ich empfehle diesen lohnenden „Besuch“ an wichtigen Stationen des Neuen Testamentes.
Extras: Sprachenauswahl für Deutsch, Englisch und Türkisch. Arbeitshandbuch in PDF-Format.
Produzent: Nurettin Bülbül.
Autor und leitender Direktor: Behnan Konutgan.
Erhältlich in unserer Bücherstube.
Und Ihr sollt ein Segen sein. Ein Praxisbuch für den Umgang mit Menschen anderer Kulturkreise
Ben Naja und Mussa Sy. Verlag für Theologie und Religionswissenschaft (VTR), Nürnberg und Frontiers, Roschacherberg / Schweiz. ISBN 978-3-933372-04-8, erhältlich für 9,50 EUR im Buchhandel.
Die beiden Autoren lebten 15 bzw. 10 Jahre im westlichen und nördlichen Afrika. Ihnen ist wichtig, dass Christen in westlichen Ländern angeleitet und ermutigt werden, Immigranten anderer Kulturkreise zu segnen. Segnen wird als Wort nicht lange erklärt, sondern Christen werden erinnert, empfangenen Segen weiterzugeben, indem sie die frohe Botschaft von Jesus Christus in den Kontext einer muslimisch geprägten Kultur und Region hineintragen. Das kann ohne Worte geschehen durch die innere Haltung, die Kleidung, das soziale Verhalten, die Gastfreundschaft, und auch mit Worten durch Antworten auf schwierige Fragen, indem Erlebtes geteilt wird, Geschichten erzählt werden etc.
U.a. mit dem Gleichnis von Jesus, dass ein wenig Sauerteig den gesamten Teig von innen her durchsäuert, begründen die Autoren ihre Sicht, an Jesus gläubig gewordene Muslime zunächst in ihrem sozio-religiösen Umfeld zu belassen, damit sie nicht ihre Identität als Mitglied ihrer Gesellschaft verlieren, und so ganze Bevölkerungsschichten von innen heraus mit der frohen Botschaft durchdrungen werden können. Dies ist ein zum Teil umstrittener Ansatz, der in manchen Regionen funktionieren kann, in andern nicht. Erst wenn ein zusätzliches soziales Umfeld durch Freunde und christliche Gruppen aufgebaut ist – die Hausgemeinde steht als Modell im Vordergrund – könne sich der Konvertit von seinen bisherigen religiösen Pflichten lösen. – Davon abgesehen sind eine Reihe von Tabellen zum Verstehen des Kontextes, was wachstumsfördernd und wachstumshindernd ist, Beispiele für wahrgenommene Bedürfnisse etc. sehr nachdenkenswert. Überhaupt ist das Buch nicht als Handbuch, sondern als Anregung für die Praxis zu verstehen. Es enthält keine fertigen Konzepte, lediglich Erfahrungen mit beratender Funktion. Für den Leser beginnt die Arbeit des Auswertens und Übertragens für seine eigene Situation schon während der Lektüre des Buches.
Orientierung 2010-03; 01.06.2010
Berufen zum Senden. Praktische Tipps für verantwortungsvolle Christen
Neal Pirolo. Überarbeitet und aktualisiert von Detlef Eigenbrodt. Hänssler, 9.95 EUR.
Der Autor hat sich intensiv mit der Schulung von Gemeinden in der praktischen Unterstützung von missionarischen Projekten beschäftigt. Er hat die Sicht, dass Gott immer eine Gruppe beruft, die sich gegenseitig unterstützt. Deshalb lassen sich Gemeindearbeit und Missionsarbeit nicht voneinander trennen. Bereits Paulus schreibt: „Wie aber sollen sie hinausgehen und predigen, wenn sie nicht gesandt werden...?“ (Rö 10,15) So spielen Gebet, Bestätigung durch Älteste, Hauskreis, Gemeinde, Sendung, gegenseitige Kontaktpflege und finanzielle Unterstützung eine wichtige Rolle. Auch diese Erfahrung wird gemacht: Christen lassen sich mehr von der sozialen als von der geistlichen Not ansprechen und motivieren. Eine empfehlenswerte Lektüre für sendende Gemeinden, weil sie praxisorientiert und richtungweisend ist.
Orientierung 2010-03; 01.06.2010
Der Koran
aus dem Arabischen neu übertragen von Hartmut Bobzin unter Mitarbeit von Katharina Bobzin, 2010, 831 S., 121 Kalligraphien, Leinen, 38,- EUR, ISBN 978-3-406-58044-4. Verlag C.h.Beck, www.beck.de
Hartmut Bobzin, Professor für semitische Philologie und Islamwissenschaften an der Universität Erlangen-Nürnberg, lässt auf seinem Buchcover in arabischer Schrift den islamisch-missionarischen Ruf aus Sure 16,125 erschallen: „Rufe auf zum Weg deines Herrn“. Damit stößt er sicherlich auf Wohlwollen bei muslimischen Lesern; die anderen stört das weniger, da sie die Sprache nicht verstehen. An einigen Stellen geprüft, scheint die Übersetzung durchaus dem Grundtext treu geblieben zu sein. Insgesamt ist der Text recht flüssig zu lesen, wenn auch die Bedeutung mancher Worte für den Laien nicht sofort klar sein wird: "Wohlan", "Gedenke", "Zeichen", "Beigeseller", "Versorgung", "Weltbewohner"... Positiv hervorzuheben sind die ausführlichen Erklärungen zu jeder Sure im Anhang. Sie helfen, die Texte in die geschichtliche Situation einzuordnen. Ein Stellenverzeichnis zu bestimmten Begriffen ist, wie in vielen Übersetzungen, vorhanden.
Der stolze Preis von 38 Euro für die Hardcover-Ausgabe wird sicher viele abschrecken. Deshalb ist eine günstige Paperback-Ausgabe wünschenswert.
Orientierung 2010-03; 01.06.2010
Buch der Schlachten Mohammeds in Deutsch
Ein Leser gab uns den Hinweis, dass unter folgendem Link die islamische Quelle zum Leben Mohammeds, das „Buch der Schlachten“ des al-Waqidi (gest. 822) in der Übersetzung von Julius Wellhausen eingesehen und auch als PDF geladen werden kann (31 MB, rechts unter „download“): http://openlibrary.org/b/OL23320848M/Muhammed_in_Medina
Es wird hier der verkürzte Text in deutscher Sprache wiedergegeben. Besonders interessant ist dieses Buch, weil es sich um eine der frühesten islamischen Quellen zum Leben Mohammeds handelt. Hier wird z. B. auf Seite 216 ff die Ausrottung eines jüdischen Stammes beschrieben und auf Seite 278 die Folterung der beiden Stammesführer der Juden in der Oase Chaibar und anderes mehr. Dieses Buch wird in wissenschaftlichen Werken neben der Sira des Ibn-Hischam als Quelle genannt.
Jeder kann einen erreichen
Von den ungefähr 4,2 Mio Muslimen im deutschsprachigen Raum sprechen zunehmend mehr Deutsch. Es ist bedauerlich, dass die meisten wenig über den christlichen Glauben wissen oder nur ein verzerrtes Bild davon haben. Ein Arbeitskreis der Deutschen Evangelischen Allianz hat eine Schriftenreihe für Muslime in deutscher Sprache herausgebracht. Sie ist v.a. für Muslime der zweiten und dritten Generation geeignet. Dazu gehören die beiden Bücher mit Lebensberichten von Konvertiten:
„Murat findet Jesus“ und „Özlem findet Jesus“ zu je 1,90 €. Ebenso das im persönlichen Briefstil gehaltene und sehr empfehlenswerte Buch „Lieber Abdullah“ (Gerhard Nehls) zu 4,90 €.
Malatya, The Story of the first Martyrs of the modern Turkish Church
Im Sommer 2008 hat www.malatyafilm.com in einem 69-Minuten-Film dokumentiert, was am 18.04.2007 geschah. Drei Christen wurden um ihres christlichen Glaubens willen in einem Verlagsbüro von fünf Jugendlichen gefoltert und getötet. Damit haben sie unter den rund 3.000 türkischen Christen in der Türkei Schockwellen ausgelöst – aber nicht nur dort. Mitten in all dem Chaos entschieden sich die Witwen der Märtyrer dazu, der Gottes Gnade und seiner Vergebung Raum zu geben. Der Film lässt die Witwen und ihre Familien zu Wort kommen. Ebenso wurden mehrere Gemeindeleiter und Augenzeugen befragt. Für den Film wurden privat gedrehte Videos und Fotos verwendet. In Englisch ist der Film zu erhalten bei obiger Web-Seite oder bei www.familychristianmovies.com
Jugendkulturen zwischen Islam und Islamismus
Obwohl das größte Schülernetzwerk in Deutschland, „Schule ohne Rassismus und Schule mit Courage“, in der 4. Ausgabe 2008-2009 seiner Zeitung „Q-rage“ gegen Evangelikale und das Christival hetzte (die Ausgabe zum Anschauen unter: http://www.schule-ohne-rassismus.org/fileadmin/pdf/q-rage-ausgabe-04-web-komplett.pdf), können wir das von ihm herausgegebene Themenheft „Jugendkulturen zwischen Islam und Islamismus“ sehr empfehlen. Es entnimmt viele Inhalte aus dem Buch von Julia Gerlach: „Zwischen Pop und Dschihad – Muslimische Jugendliche in Deutschland“, Berlin, 2006. Sehr gelungen und informativ zeigt es die muslimischen Jugendbewegungen in Deutschland und die Kräfte dahinter. Gerlachs Buch wurde in einer früheren Orientierung besprochen. Besagtes Themenheft wurde noch ergänzt um den türkischen Islam, weil Gerlachs Buch mehr den arabischen Jugend-Islam bearbeitet. Auszüge des Themenhefts sind im Internet verfügbar: http://www.schule-ohne-rassismus.org/fileadmin/pdf/sor-broschuere-islam-vorwort-auszuege-und-autoren.pdf. Es kann für 3,- EUR bestellt werden bei: http://www.schule-ohne-rassismus.org/fileadmin/pdf/bestellformular-2009-11.pdf oder: Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage, Bundeskoordination, Ahornstraße 5, 10787 Berlin.
Wolfgang Häde, Mein Schwager – ein Märtyrer
Die Geschichte des türkischen Christen Necati Aydin, Neufeld-Verlag, 109 S., Pb, mit zahlreichen s/w-Abbildungen, ISBN 978-3-937896-81-6, erscheint 06.2009, Preis 9,90 €. Wofür lohnt es sich zu leben – und zu sterben?
Der türkische Christ und Pastor Necati Aydin starb im Alter von knapp 35 Jahren für seinen Glauben an Jesus Christus. Persönlich betroffen und dennoch sachlich schildert Wolfgang Häde den Lebensweg seines Schwagers. An seiner Geschichte wird beispielhaft der Alltag von Christen und Gemeinden in der Türkei deutlich. Häde: „Den 18. April 2007 werde ich wohl nie vergessen. Mein Schwager Necati Aydin, der deutsche Christ Tilmann Geske sowie Uğur Yüksel werden in ihrem Büro in der türkischen Stadt Malatya von fünf jungen Männern überfallen, brutal gefoltert und schließlich ermordet. Der ausdrückliche Grund: sie sind Christen, die ihren Glauben in der Türkei offen teilen. Später geben die Täter zu Protokoll, dass sie an diesem Tag auch mich hatten töten wollen ...“ Wolfgang Häde, Jahrgang 1958, ist verheiratet mit der Türkin Janet; die beiden haben eine Tochter. Familie Häde lebte mehrere Jahre in Izmit in der Westtürkei und wirkte beim Aufbau einer evangelischen türkischen Gemeinde mit. Auf der Internetseite www.orientdienst.de können Sie sich einen kurzen Ausschnitt eines Vortrags anhören, bei dem Necati noch fünf Tage vor seiner Ermordung deutsche Christen ermutigte, Türken zu Jesus zu lieben. Das Buch ist in unserer Bücherstube erhältlich.
Inge Wende, Mein Leben zwischen Angst und Hoffnung
Erfahrungsbericht – Leukämie. Leben & Hoffnung e.V., 56269 Dierdorf, Tel. 0 26 89 - 97 90 90,
E-Mail: info [at] Leben-und-Hoffnung.de, Ein Büchlein für Menschen in Krisensituationen des Lebens. Inge Wende berichtet als Christin von ihrer Erkrankung an Leukämie. 50 Chemotherapien sollten die Krebszellen im Blut und Knochenmark vernichten. Wie gut, dass ihre Familie, ihre Eltern und Freunde mit ihr gekämpft haben, sie ermutigt und getröstet haben, in dem Vertrauen, dass Gott größer als die Krankheit ist. Inzwischen hat sie mit ihrem Mann schon vielen Mut gemacht, sie mit Gottes Wort und Gebet begleitet und Hilfe anbieten können. 1998 entstand daraus das Werk „Leben & Hoffnung e.V.“ – Leukämiehilfe, Missionswerk. Ihre Web-Seite: www.Leben-und-Hoffnung.de. Die Übersetzung von „Mein Leben zwischen Angst und Hoffnung“ ins Türkische ist in unserer Bücherstube kostenlos erhältlich. Eine Übersetzung in Arabisch sollte bei Redaktionsschluss in wenigen Tagen erscheinen.
Johannes-Evangelium in Türkisch/Deutsch
Das Buch, das Deutsche und Türken verbindet: „Wasser, Brot, Leben - Su, Ekmek, Yaşam“. Es handelt sich um ein zweisprachiges Johannes-Evangelium mit einer einfachen Grammatik (70 Seiten) jeweils für Türken und Deutsche, damit sie die Sprache des anderen kennen lernen können. Auf diese Weise können Sie als Leser Türkisch und Ihr türkischer Nachbar Deutsch lernen - und das anhand der Bibel. Am Ende des Buches wird erklärt, wie man Christ wird und als Christ leben sollte. Als Übersetzungen wurden die Elberfelder 2006 und die überarbeitete Version der „İncil“-Übersetzung von Thomas Cosmades im Türkischen verwendet. 245 Seiten, 14,8 x 10,5cm, 155 Gramm.
Auf Spendenbasis zu beziehen bei:
EAD Evangelischer Ausländerdienst e.V., Ringofenstr. 15, 44287 Dortmund
Tel. 0231-48923, Fax 0231-488762.
Fernsehsender ERF eins jetzt international
Der Film „Jesus“ ist jede Nacht auf ERF eins in verschienen Sprachen über Satellit Astra digital (12.460 GHz h) zu empfangen. In Türkisch ist er z. B. jeden Sonntag ab 23.00 Uhr zu sehen, in Arabisch jeden Montag ab 23.00 Uhr, in Farsi jeden Mittwoch ab 23.00 Uhr, in Dari jeden Donnerstag ab 1.00 Uhr, in Urdu jeden Donnerstag ab 3.00 Uhr, in Kurmandschi jeden Donnerstag ab 23.00 Uhr und in Sorani jeden Freitag ab 1.00 Uhr.
Das Neue Testament Deutsch-Türkisch
R. Brockhaus Verlag, 2008, ISBN 3-417-25638-0, ISBN-13 978-3-417-25638-3, 5,40 € (D), Paperback , 560 S.Das Neue Testament liegt jetzt auch in einer Deutsch-Türkischen Ausgabe vor! Das Besondere daran: Nicht nur der günstige Preis macht diese zweisprachige Ausgabe einzigartig. Außerdem sind der Text der Elberfelder Übersetzung 2006 und die türkische Müjde-Übersetzung 1994 so angeordnet, dass man die Abschnitte parallel lesen und vergleichen kann. Das schafft beste Voraussetzungen für ein gutes Textverständnis. Muslime, die besser Deutsch sprechen als Türkisch, können bei bestimmten „religiösen“ Begriffen wie z. B. „Gnade“ im Deutschen ins Stolpern geraten, weil sie ihn nicht verstehen. Wenn sie dann auf der gegenüberliegenden Seite das türkische Äquivalent lesen, im Beispiel „lütuf“, verstehen sie dieses. Darüber hinaus kann diese zweisprachige Bibel auch für das Lernen der Sprachen benützt werden.
Woran ich glaube: ein Muslim und ein Christ im Gespräch
Badru D. Kateregga und David W. Shenk. Aus dem Englischen, Neufeld, 2005, 255 S., ISBN 3-937896-15-5, kart.; 14,90 €Es begegnen sich hier ein Christ und ein Muslim im Dialog. Im ersten Teil des Buches stellt der afrikanische Muslim, Badru D. Kateregga, seine Glaubensinhalte vor, worauf der Christ, David W. Shenk, eine sehr kurze Antwort gibt, die meist anerkennend um Ansätze ringt, auf Jesus als Erlöser und eine persönliche Beziehung zu Gott hinzuweisen. Im zweiten Buchteil führt der Christ die christlichen Glaubenswahrheiten weiter aus und der Muslim antwortet kurz mit seinen Einwänden. Ein leicht zu lesendes Buch, das sowohl der muslimischen als auch der christlichen Seite aufzeigt, wie weit sie im Dialog miteinander gehen können.
Im Detail erklärt der Muslim den Koran, Sunna und Hadith und präsentiert eine Version des Lebenslaufs Mohammeds und der islamischen Ausbreitungsgeschichte. Der Christ dagegen beschreibt den einen Gott der Liebe, der sich offenbart und in eine Bundesbeziehung mit den Menschen eintritt. Mit vielen Beispielen versucht der Christ, die Glaubensinhalte leicht verständlich zu machen. Das Bekenntnis zum Sohn Gottes erfolgt deutlich. Die großen Konfessionen werden kurz vorgestellt und als Vielfalt der Gemeinde des Christus vorgestellt. In den kurzen Antworten des Muslims auf das christliche Zeugnis wird durchaus darum gerungen, Gemeinsamkeiten anzuerkennen. Dennoch leugnet er die völlige Verlorenheit der Menschheit und hält an einem guten Menschenbild fest. Es wird deutlich, dass es im Islam in erster Linie um die göttliche Rechtleitung geht, wohingegen im christlichen Glauben die Errettung des Menschen aus der Sünde zentraler Punkt ist. Statt Vielfalt und Freiheit in Liebe geht es im Islam um Uniformität im Gottesdienst und um Vorschriften bis ins kleinste Detail des Lebens.
Deutlich wird im Hin und Her des Gesprächs, dass der Christ sich mit Angriffen auf den islamischen Glauben äußerst zurückhält, während es vom Muslim durchaus kleinere Angriffe auf den christlichen Glauben gibt. Wünschenswert wäre es, auch die Schwächen des Islam direkt anzusprechen, anstatt sie schweigend zu übergehen. Ob allerdings dann ein wirkliches Gespräch möglich bliebe?
Magdalena-Film als DVD
Von der Liebe berührt: Maria aus Magdala stand am Rande der Gesellschaft. Doch Jesus hat ihr Leben umgewandelt. Im Film erzählt sie rückblickend von ihren lebensverändernden Begegnungen mit Jesus. Außerdem nimmt sie den Zuschauer mit, wie Jesus auch das Leben anderer Mitmenschen ihrer Zeit verändert hat. Dieser Spielfilm (82 Min.) ist ein ideales Geschenk oder ein guter „Aufhänger“, um mit Menschen über Jesus ins Gespräch zu kommen. Er baut auf dem bekannten Jesusfilm auf und ergänzt mit neuen Szenen. Der Film ist 5-sprachig in Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch und Türkisch mit Untertiteln in Deutsch, Englisch, Chinesisch, Koreanisch, Spanisch-Kastilisch und Katalan (Spanien/Frankreich).
Der Einzelpreis 14,95 €, bei Abnahme ab 10 Stück: 5 € pro DVD.
Bezug: Campus für Christus, Am Unteren Rain 2, 35394 Gießen, Tel.: 0641-97518-0,
E-Mail: Info@Campus-D.de, www.cfc-online.org
Morgenrot über dem Iran. Fast eine Liebesgeschichte
Winfried Kahla, Brunnen Verlag Basel 2007, 294 S., ISBN 978-3-7655-1403-6, Preis: 12,95 €Winfried Kahla trifft Gottes Ruf, als er im seelsorgerlichen Dienst am Tegernsee ist. Mit seiner Frau Hedwig reist er als ausgebildeter Theologe noch zu Schah-Zeiten Anfang der 1970er Jahre in den Iran. Mehrere Jahre leitet er als Pfarrer, Missionar und Seelsorger das Blindenheim der Christoffel-Blindenorganisation in Isfahan. Ihm war gelebte Ökumene wichtig, um das christliche Zeugnis nach außen sichtbar werden zu lassen. Pastor Kahla schreibt, was er erlebte, und öffnet dem Leser so die Augen für die orientalische Kultur, Geschichte und Gastfreundschaft. Um auf das Angebot der Blindenarbeit aufmerksam zu machen, unternimmt er mehrere Reisen. Er sucht zusammen mit Einheimischen in den Dörfern und Städten nach blinden Kindern und Jugendlichen, die er dann ins Blindenheim bringt. Dort werden sie unterrichtet und können in den Werkstätten arbeiten – etwas, das ihnen in ihren Heimatdörfern unmöglich gewesen wäre. Nach Beendigung des Schah-Regimes kann Kahla seinen Dienst in Deutschland unter Iranern fortsetzen. Denn inzwischen waren durch die Iranische Revolution 1979 und den anschließenden Krieg zwischen dem Iran und dem Irak viele Iraner in den Westen geflohen. Sein Herz für Iraner, seine Sprachkenntnisse und seine Christus-orientierte Verkündigung machten Kahla so bekannt, dass Iraner weit reisten, um ihn zu sprechen und ihm ihre Sorgen zu sagen. Wie ein guter Vater nahm er sich der Not vieler an. Viele bereitete er auf die Taufe vor, die er auch durchführte. Dazu stellte er aus seinen Erfahrungen eine Handreichung zusammen. Andere Christen hat er auch im Blick, wenn er darüber reflektiert, was zu einem missionarischen Lebensstil gehört und was ihn hindert. Das Buch ist lebendig und gut strukturiert geschrieben und ermutigt zur Begegnung mit Iranern. Besonders zu empfehlen für kirchliche und gemeindliche Mitarbeiter, die Berührungspunkte mit Iranern haben.
Das Evangelium in Deutsch für Muslime?
Die Frage einer Leserin lautete: „Ich wollte eben nur kurz fragen, ob Ihr zufällig einen guten evangelistischen Text auf Deutsch für Muslime zur Hand habt oder wisst, wo ich schauen könnte. Ich bin in Kontakt mit jemandem und würde ihm gerne etwas per Email schicken.”
- Für Muslime ansprechende evangelistische Themen finden Sie in Kurzform auf unserer Internetseite: www.orientdienst.de/glauben.shtml. Unter anderem über Schande, Unreinheit und weitere Punkte, die für alle Menschen aller Kulturen mehr oder weniger wichtig sind: Schuld, Einsamkeit etc.
- Außerdem finden Sie geeignetes Material auf der neuen Internetseite: www.iman-glaube.de in Türkisch und Deutsch. Sie enthält Texte zur Verteidigung des christlichen Glaubens - und auf der Seite unten Antworten in Kurzform auf die für Muslime relevanten kulturellen Fragen: Unreinheit u.s.w.
- Die Bücher aus der Reihe: „Keiner kann alle erreichen, aber jeder kann einen erreichen” sind ebenfalls hilfreich:
- Zu gut, um wahr zu sein! behandelt die Anklage gegen die Ehebrecherin und Jesus Reaktion darauf (Joh 8). Das ist immer ein starker Denkanstoß für Muslime jeder Art. Online findet sich ein Ausschnitt unter:
www.answering-islam.de/buecher/gerhard_nehls/zu_gut.html - Lieber Abdullah ist ein Buch mit einem apologetischen Briefverkehr zwischen zwei Freunden. Das Buch ist nur für solche Muslime interessant, die auch diese Fragen stark bewegen. Im Internet ist das Buch hier zu finden: www.answering-islam.de/buecher/gerhard_nehls/lieber_abdullah.html
- Die Bücher von „New Tribes Mission”: „Bist Du der einzige, der nicht weiß...” sind auch für Muslime sehr interessant, da sie einen heilsgeschichtlichen Überblick geben und die Notwendigkeit eines Erlösers vom Alten Testament her deutlich machen. Das Buch findet sich in Deutsch im Internet mit 7,3 MB zum Laden unter: http://bitflow.dyndns.org/german/JohnCross/Bist_Du_Der_Einzige_2000.pdf bzw. bei: www.sermon-online.org/en/ mit Suchtexteingabe: „bist du der einzige”.
In Papier-Buchform ist es für 6,50 € zu bestellen bei:
www.deutschland.ntm.org unter: „Bücher und Videos” oder Tel. 02192-93670
Ich hoffe, etwas geholfen zu haben.
Lebensstürme - Erinnerungen an Münir Özmen
Ali Yazar, 5,- €.
Das Buch ist auch in Türkisch erschienen unter dem Titel: „Yaşam Fırtınaları”. Beide Ausgaben können Sie beim Orientdienst bestellen. Münir Özmen, ein Türke kam mit seiner Frau Judith 1977 zum Glauben an Jesus Christus und arbeitete 7 Jahre bei der Heilsarmee in der Schweiz. Er hatte ein großes Verlangen, seine türkischen Landsleute mit dem Evangelium bekannt zu machen. Yazar beschreibt Münirs letzte Wegstrecke, die von einer schweren Krankheit geprägt war, ihre gemeinsame Arbeit für den Herrn und ihre besondere Gemeinschaft. Einige Episoden aus Münirs Alltag veranschaulichen die Begeisterung, mit der er das Evangelium verkündigt hat. Die anschließende Sammlung seiner wertvollen Predigten aus den letzten fünf Jahren gibt einen weiteren Einblick und Impulse für uns heute.
Der ganz andere Vater, die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn aus nahöstlicher Perspektive in Szene gesetzt
Kenneth E. Bailey, 2006, Neufeld Verlag Schwarzenfeld, ISBN 3-937896-23-6, 183 S., 14,90 €
Bailey analysiert die drei Gleichnisse vom verlorenen Schaf, der verlorenen Münze und dem verlorenen Sohn in Lukas 15 aus dem Blickwinkel von Orientalen. Er selbst lebte Jahrzehnte in der arabischen Welt und überprüfte seine Entdeckungen bei unzähligen Begegnungen mit Orientalen. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn, auf das Bailey näher eingeht, kann man als das Evangelium im Evangelium bezeichnen. Doch wo kommt darin das Zentrum des christlichen Glaubens zum Ausdruck: das Kreuz? Dieser und anderen Fragen geht Bailey nach und kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis. Das Kreuz kommt zum Ausdruck in all den Mühen des suchenden Hirten, der suchenden Frau, des sich mehrfach selbst vor aller Welt erniedrigenden Vaters beim verlorenen Sohn. Erst als der Sohn die bedingungslose Liebe des Vaters sieht, wird er überwältigt von der Gnade. Damit der Vater diese Liebe zeigen kann, setzt er sich selbst öffentlicher Schande aus. Im letzten Viertel seines Buches stellt Bailey eine vierteilige Bühnenaufführung des verlorenen Sohnes zur Verfügung, die seine vielen Entdeckungen einem Publikum „vorführbar” macht. Ein wirklich lesenswertes Buch!
Koran und Bibel - Die größten Religionen im Vergleich
Thomas Schirrmacher (Hrsg.), Hänssler-Verlag - kurz und bündig, ISBN 978-3-7751-4802-3, 124 S., 7,95 €
Eines der Anliegen von Schirrmacher ist es, zu zeigen warum das islamische Verhältnis zu einem göttlichen Buch fundamentalistisch sein muss, während ein wirklich bibeltreues Schriftverständnis den Menschen selbstkritisch macht und auf die Beziehung zu Jesus Christus hin orientiert. Das ist ihm durchaus gelungen.
Schirrmacher vergleicht im ersten Teil seines Buches in Kürze Bibel und Koran in ihrem unterschiedlichen Inspirationsverständnis und die Folgen daraus. Dabei geht es z. B. um die Sprache, Übersetzbarkeit, Stil, Diktat, Zeitlosigkeit, Verehrung des Buches ... Im zweiten Teil steht das Verhältnis des Menschen zu Gott im Zentrum: Zweifel, Liebe, Gott als Herr, Gebet, Feste, Selbstkritik, Koran kontra Jesus, Dreieinigkeit, die Person Jesus, Sünde, Vergebung und anderes mehr. Im kurzen dritten Teil beschreibt er die Grundhaltung, die Christen bei der Begegnung mit Muslimen einnehmen können. Sehr komprimiert und hilfreich.
Christliches Zeugnis und islamische Da'wa
Andreas Baumann, Christof Sauer, Eberhard Troeger (Hg.), VTR, Nürnberg 2005. 118 S., 12,95 €
Eberhard Troeger beschreibt im umfangreichsten Aufsatz des Buches das Wesen des christlichen Zeugnisses und der islamischen Da'wa (Ruf, Einladung, Mission). Er stellt heraus, dass die Weitergabe des christlichen Zeugnisses nicht in das Belieben der christlichen Gemeinden und Kirchen gestellt ist und dass die Adressaten alle Menschen sind. Ebenso sollen durch die Da'wa, die bewusst staatlich unterstützt wird, Muslime bessere Muslime werden und Nicht-Muslime eingeladen und aufgefordert werden, gute Muslime zu werden. Eine tabellarische Aufstellung verhilft zu einer Übersicht. Mit der Beurteilung aus christlicher Sicht stärkt Troeger Christen den Rücken, indem er z. B. an das Recht zum Religionswechsel erinnert und betont, dass es nicht hinnehmbar sei, den Abfall vom Islam zu verbieten. Andreas Baumann gibt im einleitenden Artikel kurze Einblicke in die lange und spannungsreiche Begegnung von Evangelium und Islam und leitet daraus die Notwendigkeit ihrer Erforschung ab. Christof Sauer möchte mit seinem Beitrag junge Forscher ermutigen. Denn vor allem die jüngere Geschichte der evangelischen Mission unter Muslimen ist nur bruch-stückhaft beschrieben und erforscht. Er listet auf, wann und durch wen etwas getan wurde. Eine Forschungsbibliographie, Zusammenfassungen in englischer Sprache und Informationen über die Autoren runden den Band ab.
Anlässlich des 150. Geburtstages von Dr. Johannes Lepsius (1858 - 1926) möchten wir Sie auf folgende Veröffentlichungen hinweisen:
Brigitte Troeger, Brennende Augen - Johannes Lepsius:
Ein Leben für die Armenier. Erzählung. Brunnen-Verlag Gießen, Juli 2008, 208 S., 12,95 €
Spannende biographische Erzählung, die auf ergreifende Art und Weise die persönliche Verbindung Johannes Lepsius mit dem Schicksal des armenischen Volkes verdeutlicht. Mit zahlreichen interessanten Details aus der Lepsius-Familie und reich illustriert mit Originalfotographien und informativen Anhängen. Mit einem einleitenden Vorwort des württembergischen Landesbischofs Frank O. July.
Andreas Baumann, Der Orient für Christus: Johannes Lepsius
Biographie und Missiologie. Gießen, TVG Brunnen, 2007, 566 S., 39,95 €
Die erste Doktoraldissertation, die sich ausschließlich mit Leben und Werk von Johannes Lepsius beschäftigt. Neben einem biographischen Teil gilt das besondere Interesse dieser wissenschaftlichen Forschungsarbeit der Aufarbeitung der inneren Beweggründe, die dem vielseitigen Schaffen Johannes Lepsius' zugrunde lagen. Dabei kommen vor allem theologische und missiologische Grundlagen seines Lebenswerkes zur Sprache.
Johannes Lepsius, Die Wiedergeburt des Orients
Texte zur Mission. Andreas Baumann (Hg.). Serie Evangelium und Islam Bd. 7, Nürnberg, Verlag für Theologie und Religionswissenschaft, 2008, 330 S., 25,95 €
Anlässlich des 150. Geburtstages von Dr. Johannes Lepsius im Jahre 2008 ist dieser Sammelband mit wichtigen Texten aus der Feder von Johannes Lepsius erschienen. Mit einer ausführlichen Einleitung versehen, lädt das Lesebuch dazu ein, Johannes Lepsius und das, was ihn bewegte, aus seinen eigenen Veröffentlichungen heraus näher kennen zu lernen. Inspirierende Texte zum Thema Theologie, Mission und Armenierhilfe, die auch heute eine Auseinandersetzung wert sind.
Susanne Geske: Ich will keine Rache. Das Drama von Malatya
J. Carswell/J. Wright, Brunnen-Verlag Gießen, 144 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-7655-1985-7, 11,95 €.
Die Autoren aus Nordirland haben Susanne Geske in der Türkei in Malatya besucht, um für ihre Recherchen und Interviews nahe am Ort des Geschehens zu sein. Susannes Ehemann Tilmann wurde am 18. April 2007 zusammen mit zwei türkischen Christen brutal ermordet. Das Buch gibt Einblick in Susannes Leben, wie sie Christin wurde und Tilmann in Lindau kennen und lieben lernte und wie sie sich gemeinsam auf den Weg in die Türkei machten. Gottes Willen für ihr Leben herauszufinden und zu tun, das war ihnen beiden immer wichtig. Und dann folgt der Tag, der einen tiefen Einschnitt im Leben der Familie Geske bedeutet. Jedes der drei Kinder verarbeitet den Verlust des Vaters auf seine Weise. Tilmann und seine beiden Mitchristen haben aufgrund ihres Glaubens an Jesus den Märtyrertod erlitten. Ein Buch, das trotz eines großen Verlustes die Kraft des Evangeliums zum Leuchten bringt.
Interreligiöser Kalender
Feiertage der Muslime finden Sie auch unter dem Stichwort: „Interreligiöse Kalender” im Internet. Z. B. können Sie dieses Suchwort in eine Internet-Suchmaschine eingeben. Oder Sie begeben sich gleich auf die Internetseite: www.inforel.ch
Stichwort: „Kalender der Religionen” und wählen dort „Islam” aus.
Drei Buchvorstellungen zum Thema Ehre und Schande
Sünde und Scham im biblischen und islamischen Kontext
Ein ethno-hermeneutischer Beitrag zum christlich-islamischen Dialog,
Martin Lomen. Verlag für Theologie und Religionswissenschaft (VTR), ISBN 978-3-933372-75-8, 2003, Pb., 17,80 €.
Für Christen ist Sünde und deren Sühnung das zentrale Problem der Menschen. Doch für die meisten Muslime macht dies keinen Sinn. Begriffe wie Schuld, Scham und Schande sind nicht nur religiöse, sondern auch kulturelle Begriffe, die in jeder Kultur anders verstanden werden. Ein Teil des gegenseitigen Nichtverstehens kommt aus eben dieser kulturellen Unterschiedlichkeit. Das Buch von Martin Lomen hilft, die unterschiedlichen Denkweisen besser zu erkennen und die biblische Geschichte vom Sündenfall aus der Sicht einer scham-orientierten Kultur tiefer zu verstehen. Es unterstützt die Leser darin, die Botschaft von der Versöhnung Gottes mit dem Sünder in verständlicher Weise weiterzugeben. - Bestellung bei: Blessings 4 you in Korntal, Tel. 0711-8386038,
EMail: korntal (at) blessings4you.de
Scham- oder Schuldgefühl?
Die christliche Botschaft angesichts von schuld- oder schamorientierten Gewissen und Kulturen, Thomas Schirrmacher. Mit einem Vorwort von Ulrich Eibach, Professor für Systematische Theologie, Bonn.
Idea-Dokumentation 8/2005, ISBN 3-938116-06-4,Preis: 6,90 €.
Scham- und Schuldorientierung in der Diskussion
Kulturanthropologische, missiologische und theologische Einsichten,
Thomas Schirrmacher / Klaus W. Müller (Hg.).
VTR: Nürnberg & VKW: Bonn, 1./2006. ISBN 3-938116-07-2 und 3-937965-35. 302 S., Pb., 26,80 €.
Welcome home, Aischa und Ali finden Jesus - Was nun?
Horst Pietzsch, Life Challenge Africa 2008, 10,00 €, erhältlich in unserer BücherstubeWenn Muslime zum Glauben an Jesus Christus finden, erleben sie in der Regel besondere Schwierigkeiten. Einsamkeit, Verfolgung und Missbrauch werden von Pietzsch ebenso angesprochen wie besondere dämonische Belastungen, Schande, Familienbande, Partnerfrage und finanzielle Nöte. Wie solche speziellen Hürden im Glauben genommen werden können, zeigt Pietzsch sehr anschaulich. Wer sich an manchmal verbesserungsbedürftigen Formulierungen nicht stößt, findet in diesem Buch viele Hinweise von der Praxis für die Praxis. Es fehlt nicht an Erlebnissen und Aussagen, die den Seelsorger motivieren weiterzumachen, wenn er verzweifeln möchte. Besonders hilfreich sind Fragen, die nach jedem der 12 kurzen Kapitel dem Leser weiteren Tiefgang verschaffen und ihm weiterhelfen. Nur ein ganzes Netzwerk von Christen und Gemeinden zusammen können diesen neuen Christen in ihren besonderen Situationen helfen. Als Einzelner ist man schnell überfordert. Aber wie kann man ein solches Hilfsnetzwerk aufbauen? Anregungen finden Sie dazu im Buch. Ein Nachschlagewerk für alle, die mit Konvertiten aus dem Islam zu tun haben. Speziell für Pastoren und Mitarbeiter in Gemeinden in Städten mit hohem Ausländeranteil wird dieses Buch eine große Hilfe sein. Da auf dem deutschen Buchmarkt zu diesem Thema nichts Entsprechendes zu finden ist, empfehlen wir es wärmstens.
Christliches Gemeindecafé für Migranten
Verschiedene Hilfen für den Aufbau einer christlichen Café-Arbeit unter Migranten finden Sie unter: www.christliche-cafes.de.
Rechtsfragen bei einer Café-Gründungsarbeit, Finanzierung, Modelle und Trägerschaft werden ebenso angesprochen wie Literaturhilfen und Fortbildungsmöglichkeiten. Bereits bestehende christliche Cafés werden vorgestellt und machen Mut zu einer Neugründung.
Marina Nemat, Ich bitte nicht um mein Leben
Eine junge Christin entflieht dem iranischen Terrorregime.Weltbild Buchverlag, ISBN 978-3-89897-631-2, 12,95 €
Fast 20 Jahre lang konnte die iranische Christin Marina Nemat niemandem von all dem Schrecklichen erzählen, das sie erlebt hat: Verhaftung, Folter, Zwangsheirat. Als 16-jährige Schülerin wird sie unter dem Regime von Ayatollah Khomeini 1982 inhaftiert, weil sie mit Freunden eine verbotene Schülerzeitung herausgegeben hat.
Das Todesurteil wird auf Betreiben ihres Gefängniswärters Ali in eine lebenslange Freiheitsstrafe umgewandelt, dafür muss sie Ali heiraten und zum Islam übertreten. Doch bald gerät Ali mit seinem eher gemäßigten Kurs in Machtkämpfe und wird Opfer eines Attentats. Marina wird nach zwei Jahren aus der Haft entlassen, kann aber über ihre Erlebnisse nicht reden. Sie beginnt mit ihrem Mann Andre in Kanada ein neues Leben. Aber dann holen ihre Erinnerungen sie ein.
Marina ist ein recht liberal erzogenes, selbständig denkendes, mutiges Mädchen. Sie gehört zur christlichen Minderheit im Iran. Während ihre Eltern dem Glauben gegenüber eher gleichgültig sind, wird Marina von ihrer Großmutter, einer tiefgläubigen russisch-orthodoxen Frau, besonders geprägt. Sie lehrt sie Gebete, vermittelt ihr eine Liebe zu den Psalmen, nimmt sie mit in den Gottesdienst. Später geht Marina zu einer katholischen Kirche. Für sie gehört das Gebet zum Alltag, wenn auch eher vorformulierte als freie Gebete, die oft an Maria gerichtet sind. Sie bekennt sich in ihrer muslimischen Umgebung zu ihrem christlichen Glauben, auch bei der Festnahme und vor ihren Folterern. Im Gefängnis kümmert sie sich liebevoll um Mitgefangene und setzt sich, so gut sie kann, für sie ein.
Mich hat dieses Buch sehr bewegt. Vor allem bin ich von der Persönlichkeit von Marina Nemat beeindruckt. Was ich Marina zutiefst gewünscht hätte, ist eine engere persönliche Beziehung zu Jesus Christus.
Zusammenfassung der Studie „Muslime in Deutschland”
Dr. Christine Schirrmacher hat den 510 Seiten umfassenden Bericht des Innenministeriums auf 12 Seiten zusammengefasst. Einen Ausschnitt der 12 Seiten geben wir hier wieder.
Ein erstes wichtiges - wenn auch vor dem Hintergrund früherer Untersuchungen nicht überraschendes - Ergebnis lautet, dass die Mehrzahl der Muslime in Deutschland der Religion in Theorie und Praxis eine hohe Bedeutung beimisst. Im Vergleich zu früheren Erhebungen wird deutlich, dass die Zahl derjenigen, die sich als religiös oder sogar sehr religiös bezeichnen, in den letzten Jahren nochmals gestiegen ist. Über 85% der Muslime in Deutschland bezeichnen sich als „gläubig” oder „sehr gläubig”; die Zahl der mindestens wöchentlichen Moscheebesucher stieg zwischen 2000 und 2005 von 30,7% auf 41,6%. Zugenommen hat auch die Zahl derer, die befürworten, dass Frauen in der Öffentlichkeit ein Kopftuch tragen sollten: 2005 haben 46,6% dieser Aussage zugestimmt, während dies 2000 erst 27,2% bejaht hatten. Und auch die Zahl derjenigen, die eine Koranschule besucht haben, liegt bei den jüngeren Muslimen in Deutschland deutlich höher als bei den älteren, am höchsten liegt sie interessanterweise bei den in Deutschland Geborenen mit 60,2%. Je länger der Koranschulbesuch andauerte, desto stärker ist eine religiös fundamentale Orientierung festzustellen - was vor dem Hintergrund der Ergebnisse früherer Studien über die integrationshemmende Rolle von Koranschulen ebenfalls nicht überraschen kann.Knapp die Hälfte der muslimischen Wohnbevölkerung fühlt sich ihrerseits von der deutschen Bevölkerung abgelehnt. Fast 90% macht es „wütend”, „wenn nach Terroranschlägen immer als Erstes Muslime verdächtigt” werden, sie fühlen sich als Muslime kollektiv und global marginalisiert. Über 90% lehnen die Tötung anderer Menschen im Namen Gottes als nicht legitimierbar ab, über 90% halten eine Person, die „junge Muslime auffordert oder dazu anleitet, Selbstmordattentate zu begehen”, für einen „gottlosen Kriminellen”. Andererseits stimmten rund 44% der Aussage „eher” oder „völlig zu”, dass „Muslime, die im bewaffneten Kampf für den Glauben sterben ... ins Paradies” kommen, also von Gott für ihre Taten belohnt werden. Knapp unter 40% halten „die Anwendung physischer Gewalt als Reaktion auf die Bedrohung des Islams durch den Westen für legitim”.
Die Islam-Gläubigkeit nimmt mit einem niedrigeren Schulabschluss zu. Rund 40% der muslimischen Wohnbevölkerung können als „fundamental orientiert” gelten: 79,6% stimmen der Aussage „völlig zu”, dass der Koran die wahre Offenbarung Gottes ist, weitere 9,4% stimmen „eher zu”; zusammen 89%. Obwohl sich bei diesem wie auch allen Bevölkerungssegmenten zeigt, wie stark die Religionsfreiheit in Deutschland geschätzt wird, stimmen rund 30% „völlig” oder „eher zu”, dass es verboten sein sollte, Muslime dazu zu bringen, die Religion zu wechseln - was eine Einschränkung der öffentlichen Darstellung anderer Religionen und damit eine Einschränkung der Religionsfreiheit bedeuten würde.Die vollständige 12-seitige Beurteilung von Dr. Christine Schirrmacher finden Sie unter:
www.islaminstitut.de/uploads/media/BMIMuslimeinD.pdf
Die Originalstudie können Sie unter "Publikationen" als PDF-Datei mit 510 Seiten bei www.bmi.bund.de auf Ihren PC laden oder auch beim Bundesministerium des Inneren als Buch bestellen.
Bibel- und Koran-Konkordanz auf CD
Eine vergleichende Bibel und Koran-Konkordanz ist erhältlich bei der AG Ost-West-Dienste gGmbH. Sie enthält jeweils eine Bibel und einen Koran in Englisch und Deutsch. Das Programm macht es möglich, den Text nach Suchworten zu durchsuchen, auch Bibel und Koran gemeinsam. Die deutschen Übersetzungen stammen von Martin Luther, 1912 und von L.Ullmann, 1865. Die englischen Ausgaben sind die King James Version, 1839 und die George Sale, 1734. Erhältlich unter Aktionsgemeinschaft Ost-West-Dienste in 70327 Stuttgart, Fellbacher Str. 27, Tel. 0711-3808622, FAX: 0711-3808626, OstWestDienste@yahoo.de Preis: gegen Spende. Software läuft nur unter WIN XP oder niedriger.
Zwischen Netzwerk und Diskurs, Bekim Agai
Bonner Islamstudien, Hrsg. Stephan Conermann, Band 2, EB-Verlag, Schenefeld 2004, 396 S., kartoniert, ISBN: 3-936912-10-6, 24,80 €
Bekim Agai schreibt über die wohl größte türkisch-islamische Bewegung der heutigen Zeit durch Fethullah Gülen. Der im amerikanischen Exil lebende Gülen stammt aus der türkisch-islamischen Nurcu-Bewegung und hat weltweit hunderte von Schulen, die von islamischen Lehrern betreut eine erstklassige Ausbildung liefern. Die Motivation der Lehrer ist die Verbreitung des Islams und dafür sind sie bereit, große Opfer zu bringen. Die Schulen sind nicht direkt organisatorisch mit Gülen verbunden, sondern ideell und ihm hörig. Das Buch enthält eine ausführliche Biographie Gülens im Rahmen der politischen und religiösen Entwicklung der Türkei. Vieles am türkischen Islam wird dadurch besser verständlich. Gülen als begabter Prediger des Islams motivierte viele Bevölkerungsgruppen in der Türkei durch den Hinweis auf das himmlische Gericht und gute Werke, die man dann vorweisen müsse. Religiöse Werkgerechtigkeit führt zu Fleiß in Ausbildung und Einsatz für die Verbreitung des Islam. Gülen propagiert den Islam nicht nur durch Schulen und ihre Lehrer, die nicht immer unbedingt Muslime sein müssen, sondern auch durch Radio-, Fernsehsender und Printmedien. Gülen gilt als bescheidener Mann, obwohl ihm durch seine Synthese aus Islam und türkischem Nationalismus der Erfolg von fünf Millionen Anhängern nachgesagt wird. Er bemühte sich um die Einheit der sich bekämpfenden islamischen Gruppen mit dem Ziel einer islamischen Grundausbildung für jeden Menschen. Ein lesenswertes Buch.
Mark A. Gabriel, Motive islamischer Terroristen. Eine Reise in ihre religiöse Gedankenwelt
Resch-Verlag, ISBN 978-3-935197-51-9, 304 S., 16,90 €.
Was bewegt islamische Terroristen zu blutigen Taten? Gabriel wertet Veröffentlichungen Bin Ladens und anderer aus und zeigt, wie Terroristen ihr Vorgehen koranisch begründen. Al-Sawahiri schrieb z.B. ein Buch darüber, wie Dschihad-Kämpfer die Täuschung einsetzen sollen.
Durch den Glauben motiviert, dass der Islam an die Macht kommen muss, dass man von Ungläubigen umgeben ist und dass der Dschihad der einzige Weg zum Sieg ist, fühlen sich extremistische Gruppen mit bestimmten Vorkämpfern verbunden. In ihren Augen gottlose Regierungen, die nicht nach islamischem Recht handeln, müssen bekämpft und durch islamische Kalifate abgelöst werden.
Die Furcht vor dem letzten Gericht ist eine starke Motivation, um Allahs Gesetzen zu folgen. Der Muslim will alles tun, um nicht in die Hölle zu kommen. Dazu kommt der Glaube an das Schicksal eines Menschen, das Muslime dazu bringt, furchtlos zu kämpfen. Da es nur eine Garantie gibt, ins Paradies zu kommen, nämlich als Märtyrer, lassen sich vor allem Männer durch islamische Paradiesvorstellungen locken.
In der aktuellen Auseinandersetzung mit islamischem Terror hilft dieses Buch, sich nicht täuschen zu lassen, genauer hinzusehen, und es zeigt, wo wir Hoffnung für die Zukunft haben können. Ein Buch für mündige Bürger, denen Sicherheit, Demokratie und Freiheit wichtig ist. Für Christen wären eine biblische Reflexion, Anknüpfungspunkte für Glaubensgespräche und Tipps für christliches Zeugnis gut. Der Autor Gabriel war zuvor Professor für Islamische Geschichte an der Al-Azhar Universität in Kairo. Er entschied sich, Christ zu werden.
Özlem findet Jesus, Markus Wäsch u.a. (Hrsg.)
ISBN 978-3-89436-569-1, 2007, 1,90 €Nachdem das Buch "Murat findet Jesus" mit drei Zeugnissen ehemaliger Muslime erschienen ist und großen Anklang gefunden hat, gibt es nun "Özlem findet Jesus". Der türkische Name "Özlem" bedeutet Sehnsucht. Hier schreiben vier Frauen aus islamischem Hintergrund, Sultan, Gül, Hayat und Ester, wie sie sich nach Geborgenheit, Wahrheit, Freiheit und Glück sehnten und wie durch Jesus Christus diese Sehnsucht gestillt wurde. Im zweiten Teil des Buches wird ausführlich auf die Sehnsucht in uns eingegangen und erklärt, wie ein Neuanfang mit Jesus zustande kommen kann. - Erhältlich in unserer Bücherstube.
Zwischen Pop und Dschihad - Muslimische Jugendliche in Deutschland, Julia Gerlach
Ch. Links-Verlag, Berlin, 2006, ISBN: 3-86153-404-5, 256 S., 16,90 € im BuchhandelDie Autorin befasst sich mit der Erneuerungsbewegung des Islam in Ägypten, die nun auch in Deutschland Fuß fasst, z.B. durch den Konvertiten aus dem äthiopischen Christentum, den Islam-Rapper Ammar in Frankfurt. Seine Lieder kann man sich online anhören unter: www.ammar114.de. Diese Bewegung, von der Amman ein Teil ist, ist nicht unumstritten, sondern ein Zugeständnis an den Westen, was manchen Muslimen zu weit geht. Den anderen geht die Neuerung innerhalb des Islam nicht weit genug. Die Lifemakers, Muslimische Jugend und Islamische Jugendbewegung in der Milli Görüș werden von der Autorin beleuchtet. Es geht um eine Reislamisierung der nur noch dem Namen nach muslimischen Jugendlichen. Ein Buch, das einen Überblick verschaffen will, was unter muslimischen Jugendlichen momentan passiert. Gelungen!
Jesus - keiner hat die Welt bewegt wie er - DVD in 32 Sprachen
Der bekannte Jesusfilm von Campus für Christus ist nun auf einer einzigen DVD in 32 Sprachen erhältlich und dazu noch in hoher Bildqualität. Diese technische Meisterleistung ermöglicht es Christen, eine evangelistische Botschaft mit nur einer DVD für eine große Zahl von Menschen dieser Erde weiterzugeben. Der Jesusfilm erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit und ist eine gute Möglichkeit, das Evangelium in Wort und Bild deutlich zu machen. Folgende Sprachen sind darauf anwählbar:
Amharisch, Arabisch*, Bengalisch, Bulgarisch, Burmesisch, Cebuano (Philippinen), Chinesisch, Kroatisch, Englisch*, Persisch, Französisch, Deutsch*, Griechisch, Hindi*, Indonesisch, Italienisch, Kiribati* (Mikronesien und Polynesien), Konkani (mittlere Westküste Indiens)*, Koreanisch, Malayalam (Südindien), Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Sinhala (Sri Lanka), Spanisch, Tagalog (Philippinen)*, Tamilisch (Südindien und Nord-Sri Lanka), Thai (Thailand), Türkisch, Ukrainisch, Urdu (Pakistan und Indien)*.
Die Filmlänge beträgt 83 Minuten. Bei Sprachen, die mit einem Stern gekennzeichnet sind, sind es 117 Minuten.
Der Film kann als missionarische Weiterschenk-Version für 9,95 € bzw. bei Abnahme ab 10 Stück für 5,- € bei unserer Bücherstube oder dem Evangelischer Ausländerdienst e.V. bestellt werden. Weitere Informationen siehe www.jesusfilm.de
Kleines Lexikon zur islamischen Familie, Christine Schirrmacher
ISBN 3-7751-3860-9, 2.50 €
Die Islamwissenschaftlerin Schirrmacher bietet in 30 Artikeln Antworten für all diejenigen, die ihre muslimischen Nachbarn, Freunde, Arbeitskollegen und deren Familienleben besser verstehen möchten. Die Auffassung des Islam von Frau, Ehe und Familie werden ebenso erläutert wie grundlegende Regeln gesellschaftlichen Zusammenlebens im Nahen Osten. Über unsere Bücherstube oder den Buchhandel zu beziehen.
Verständigung im Konflikt. Positionen entwickeln für das Zusammenleben von Christen und Muslimen
Susanne Benzler, Christoph Dahling-Sander, Friedrich Holze
Hg. Ev. Erwachsenenbildung Niedersachsen, Haus kirchlicher Dienst und Ev. Akademie Loccum, 2007, 107 Seiten, 10,- €. Bezugsadresse: islam.migration@kirchliche-dienste.de oder Tel. 0511 1241-452.
Diese Arbeitshilfe mit acht Veranstaltungsvorschlägen für die Erwachsenenbildung enthält Hintergrundinformationen zur Migration, zum Schriftverständnis von Bibel und Koran und ebenso zum Verhältnis von Politik und Religion. Am Alltag orientierte Themen wie Feiertage, gemeinsames Essen, Klassenfahrten, die "Moschee vor der Haustür" etc. ergänzen das Buch. Die Leser werden angeregt zu gegenseitigem Respekt und zu friedvollem gesellschaftlichem Zusammenleben. Insgesamt enthält das Buch viele gute Anregungen. Wir würden jedoch die biblische Hilfestellung noch deutlicher herausarbeiten und vor allem Möglichkeiten des missionarischen Glaubensgesprächs aufzeigen.
Der Islam - Gottes Ruf zur Umkehr? Eine vernachlässigte Deutung aus christlicher Sicht.
Andreas Baumann, Brunnen Sachbuch, Taschenbuch, 143 S., 8,95 €, ISBN 3-7655-3759-4.
Erhältlich in unserer Bücherstube.
Der Autor sieht den Islam als einen geistlichen Weckruf. Er erinnert daran, dass schon die Reformatoren Luther, Calvin und Melanchthon dem Islam eine geistliche Bedeutung beigemessen haben, nämlich als Gericht Gottes, das die Christenheit zur Umkehr rufen soll. Nicht die Stärke des Islam ist zu fürchten, sondern die Lauheit des Glaubens vieler Christen. Die Existenz des Islam hat etwas mit dem Versagen der Christenheit zu tun. Islam demonstriere etwas, was Christen lassen sollten: den Einsatz von Machtmitteln für den Glauben, die Verabsolutierung der Logik, die gesetzliche Frömmigkeit. Ein selbstkritisches Buch, das Christen helfen kann, den Islam ganz anders zu sehen.
Warum Frauen zum Islam übertreten, Rosemary Sookhdeo, 12,95 €
Was veranlasst tausende westlicher Frauen, zum Islam zu konvertieren? Für viele ist es die Liebe zu einem muslimischen Mann; andere nehmen aus eigener Überzeugung den Islam an. Rosemary Sookhdeo geht der Frage nach, was diese Frauen so fasziniert, dass sie zu einem Übertritt bereit sind, welche Probleme sich aber auch daraus ergeben. Die Autorin hat seit über 30 Jahren Einblicke in das Leben von Muslimen und bringt viele Beispiele aus ihrer Erfahrung. Bewegend sind die Berichte mehrerer Frauen über ihren Weg zum Islam bzw. über ihre Ehe mit einem Muslim. Erläuterungen zu den kulturellen und religiösen Hintergründen lassen erkennen, was die muslimische Gesellschaft und auch den Einzelnen prägt. Eine ausführliche Gegenüberstellung von Islam und Christentum und eine Liste mit weiterführender Literatur und Adressen schließen das 143 Seiten umfassende Buch ab. Wir können es sehr für Frauen empfehlen, die vorhaben, zum Islam zu konvertieren, einen Muslim zu heiraten oder beides. Auch für Verwandte und Freunde kann es eine große Hilfe sein.
Lieber Abdullah, Briefe eines Christen an einen muslimischen Freund
Gerhard Nehls, R. Brockhaus, 2006, 63 S., 4,90 €
Nehls spricht in dem Büchlein die wohl entscheidenden Blockaden eines Muslims gegen den christlichen Glauben an und beseitigt diese. Er behandelt sowohl Atheismus als auch islamische Hindernisse auf dem Weg zum Glauben wie: doppelte Prädestination (Vorherbestimmung), den Vorwurf der Bibelfälschung, die Tatsachen der zweifelhaften Koranüberlieferung, die Person Jesus, Prophetie als Beweis der Authentizität, billige Gnade und Heiligung und letztendlich Sünde und Gnade. Dieses Büchlein enthält in aller Kürze jeweils eine ganze Liste von Argumenten, die überzeugend sind für den suchenden Muslim. Ein schönes Büchlein zum Weitergeben.
Al-Kitab - das Buch. Gottes Wort kennenlernen
Gerhard Nehls, 6.90 €
Ein einzigartiger Bibelkurs, denn er lädt Deutsch sprechende interessierte Muslime ein, Gott und die Bibel kennen zu lernen. Muslime kennen bereits manches aus der Bibel. Doch sie haben auch Vorurteile und sind von Missverständnissen geprägt worden, z.B. dass der westliche Materialismus mit seiner moralischen Dekadenz ein Spiegelbild des Christentums sei. Sorgfältig wird erklärt, warum die Bibel glaubwürdig ist und nicht verändert worden sein kann, was Christen wirklich meinen, wenn sie von Jesus als „Sohn Gottes” sprechen, dass Jesus mehr als ein Prophet ist, er wirklich sterben musste und was Sünde tatsächlich ist. Jedes Kapitel dieses 143 Seiten umfassenden Buches in handlichem Format enthält Fragen, die der Leser mit einer Bibel beantworten kann. Zu erhalten in unserer Bücherstube oder beim Evangelischer Ausländerdienst e.V. in Dortmund.
Die letzte Haltestelle - das Leben, der Tod und danach
Levent Kinran, 3,50 €
Jeder, der im "Bus des Lebens" sitzt, müsste auch wissen, dass er an der Haltestelle "Tod" aussteigen wird. So zu leben, als gäbe es diese Haltestelle "Tod" nicht, wäre Selbstbetrug. Dieses 52-seitige Büchlein, das aus dem Türkischen ins Deutsche übersetzt wurde, weist auf Gott hin, der seine Geschöpfe liebt. Doch Liebe lässt die freie Wahl, darauf zu reagieren oder nicht. Wer Gott von Herzen sucht, wird ihn finden und von ihm ewiges Leben erhalten. Weil es keinen anderen Namen unter dem Himmel gibt, durch den wir selig werden können, macht dieses Büchlein Mut, in Jesus das Leben zu wählen. Denn ewiges Leben kann nur der geben, der tot war und lebendig ist, Jesus Christus. Dieses Büchlein eignet sich auch gut dafür, es an Deutschsprechende Muslime weiterzugeben.
Türkische Ausgabe: Son Durak, Levent Kinran, 2,- €. Beide Bücher können Sie über unsere Bücherstube erhalten.
Muslime werben verstärkt für den Islam im Internet

- Koranleseprogramm auf der Buchmesse Frankfurt 2006
Muslime sind sehr aktiv im Internet und werben für den Islam. So ist ihre Aktivität verstärkt im Bereich Online-Videos festzustellen. Z.B. werden auf den Seiten: www.youtube.com und http://video.google.de/ Bekehrungskurzfilme von Deutschen und Menschen anderer Nationalitäten zum Islam gezeigt. Sie sind einfach zu finden, indem man ein Suchwort wie z.B. „Islam” eingibt. Selbst unter den Suchworten „Jesus”, „Christentum” oder „Christus” finden sich unzählige muslimische Propagandafilme doch kaum Bekehrungszeugnisse von Menschen zu Christus, die den Weg weisen könnten. Christen sollten sich darum bemühen, auf diesen Seiten Kurzfilme (Clips) und Botschaften zum christlichen Glauben einzustellen und das Feld nicht nur Muslimen und zweifelhaften Sekten zu überlassen. Die Filme können auf besagten Seiten kostenlos eingestellt werden. Dann sollten sie „gewertet” werden, damit sie bei bestimmten Suchworten eine höhere Wahrscheinlichkeit erlangen in der Liste nach oben zu rücken. Wer möchte an solchen Filmen mitarbeiten?
Aus christlicher Sicht arbeitet der Apologet Jay Smith in London daran, Muslime zu widerlegen und ist oftmals an der „Speaker's Corner” im „Hyde Park” zu hören. Er stellte kürzlich einige Kurzfilme in Englisch über die Verteidigung des christlichen Glaubens Muslimen gegenüber ins Internet unter www.youtube.com Suchwort „Pfanderfilms”.
Wenn Christine und Mohammed nach Gott fragen...
Muslimische Kinder im evangelischen Kindergarten, (Im Blick 3),Hrsg. Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers, Arbeitsstelle Islam und Migration, Dr. Christoph Dahling-Sander, Hannover 2006, 44 Seiten, Preis: 2,00 Euro
Lange Zeit herrschte große Verunsicherung, ob und wie weit christliche Inhalte weitergegeben werden können, wenn muslimische Kinder einen christlichen Kindergarten besuchen. Das vorliegende Heft macht Erzieherinnen und Erziehern in einem evangelischen Kindergarten Mut, zum christlichen Glauben zu stehen und „eine sinnvolle religionspädagogische Arbeit mit evangelischem Profil” zu gestalten. Muslimische Kinder sollen die Chance bekommen, sozusagen als Gäste die Unterschiede zwischen christlichem Kindergarten und muslimischem Elternhaus kennen zu lernen. Muslimische Eltern, die das nicht wollen, hätten ja durchaus die Möglichkeit, einen staatlichen Kindergarten zu wählen, Es ist jedoch festgestellt worden, dass viele einen kirchlichen Kindergarten vorziehen, weil dort Religion noch eine Rolle spielt.In dem Heft wird klargemacht, dass religiöse Bildung nicht nur verbal geschieht, sondern christliche Erziehung und diakonisches Handeln untrennbar zusammengehören. - Die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Erziehern und gerade auch den Eltern aus anderen Kulturen und Religionen wird herausgestellt.
Ein Kapitel in dem Heft (ab S. 35) wurde von einem türkischen Muslim verfasst. Manche seiner Vorschläge sind zu bedenken, aber unserer Meinung nach ist es nicht die Aufgabe der Mitarbeiterin eines evangelischen Kindergartens den Kindern islamische Symbole und ähnliches zu erklären. - Im Übrigen ist das Heft sehr zu empfehlen.
Gerhard Nehls, Zu gut, um wahr zu sein
Neue deutsche Broschüre, die Muslime neugierig machen soll, sich mit dem christlichen Glauben zu beschäftigen. Für 0,80 Euro beim Evangelischer Ausländerdienst e.V. oder über unsere Bücherstube zu erhalten. Diese Broschüre ist der erste Teil einer Serie von Schriften für Muslime in Deutsch, die in dem Ihnen bereits bekannten Faltblatt „Keiner kann alle erreichen, aber jeder kann einen erreichen” aufgelistet sind.
Des Weiteren ist der evangelistische Bibelkurs „Al Kitap” erhältlich in deutscher Sprache für Muslime. Preis 0,80 Euro beim Evangelischer Ausländerdienst e.V.
Die verlorenen Söhne, Necla Kelek
Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes,Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2006, ISBN 10:3-462-03686-6, 217 S., gebunden, Preis 18,90 €
Nach Kelek ist der türkische Mann oftmals von starken Erwartungshaltungen durch den Vater und die Sippe gebunden, so dass er als Gemeinschaftswesen weniger eine eigenständige Persönlichkeit entwickelt und damit eigene Verantwortung zu übernehmen lernt. Er lebt immer im „WIR” und hat kaum Spielraum für eine persönliche Gewissensentscheidung. Mit Gewalt und Druck muss er seine Vorherrschaft auch dem anderen Geschlecht gegenüber aufrechterhalten und darf keine Schwäche zeigen. Kelek führt das auf die islamische Indoktrination zurück, die kein Hinterfragen und keinen Widerspruch duldet sondern Kadavergehorsam fordert. Koran- und Hadith-Zitate belegen diese These.
Das Buch ist leicht zu lesen. Durch die spannenden Lebensbilder, die die Autorin beschreibt, möchte man das Buch am liebsten in einem Zug durchlesen. Am Ende gibt sie praktische Anleitung für Entscheidungsträger im Umgang mit Muslimen. Menschen, die mit Muslimen und ihren Kindern zu tun haben und sich deren Verhaltensweise nicht erklären können, finden in diesem Buch in den Bereichen Sexualität, Machtgehabe und mangelnde Eigenständigkeit Aufklärung. Obwohl Kelek vom Christentum schwärmt und z.B. bei Abrahams Opferung seines Sohnes sehr gute Einsichten herausarbeitet, hat sie manches falsch verstanden. Unrichtig ist z.B. ihre Bibelauslegung zum Thema Beschneidung oder wenn sie den christlichen Individualismus und Liberalismus idealisiert. Doch alles in allem, ein sehr empfehlenswertes Buch.
Faszination, Enttäuschung, Wut - wie Araber den Westen sehen
Tobias Schultz, Verlag für Kultur und Wissenschaft, 2002, 90 Seiten, ISBN 3-932829-43-3, 15 €
Der Autor lebte 14 Jahre im Nahen Osten und lernte dabei die arabische Kultur und Mentalität kennen und schätzen. Er stellt deutliche Unterschiede zur westlichen Kultur fest und gibt aufgrund vieler persönlicher Begegnungen auf einige Fragen überzeugende Antworten: „Wer die arabische Welt mit westlichen Denkmodellen zu verstehen sucht, wird scheitern. Welche Traditionen und Gefühle bestimmen unsere arabischen Nachbarn? Welche Rolle spielen Religion und Geschichte?” Er stellt fest, gesellschaftliches Leben und Umgangsformen des Westens hinterlassen auf Menschen im Mittleren Osten den Eindruck einer Kultur, die zwar sehr effizient und erfolgreich funktioniert - jedoch nur auf Kosten der zwischenmenschlichen Wärme, Tiefe von Beziehungen und Freundschaften. Daraus erwachsen so manche Vorurteile: "In Europa kennt keiner keinen" oder "die Arbeit ist denen immer wichtiger als alles andere". Ausführlich behandelt der Autor den Wert der Familie für die Menschen im Mittleren Osten, die Halt und Identität bietet. Er schreibt auch über die Gemeinschaft der Muslime, die mit einem einzigen Wort (Umma) sowohl die politische Einheit einer Nation als auch die geistliche Einheit aller Muslime der Erde bezeichnen kann. Wer also diese islamische Gemeinschaft angreift, greift die Religion des Islam an. Das Buch enthält auch einen interessanten Abschnitt über Jerusalem: Muslime wissen sich an dieser Pilgerstätte Gott nahe, ihre eigenen Gebete können hier mehr Sündenvergebung bewirken. So nimmt ihnen der, welcher der islamischen Umma (oder konkreter den Palästinensern) Jerusalem wegnimmt, einen Zugang zu Gottes Segen, zu Gottes Nähe und zur Sündenvergebung fort. Und noch wichtiger: Wer an Jerusalem als der heiligen Stadt der Juden festhält, sagt - ohne Worte - dass der Islam eben nicht die endgültige, wahre Religion Gottes ist, die Judentum und Christentum abgelöst hat. Christen hilft dieses Buch, Menschen aus dem Mittleren Osten in ihrer Prägung zu verstehen und fordert zur bewussten Beschäftigung und Begegnung mit ihnen auf.
Jesus und Mohammed, Mark A. Gabriel,
erstaunliche Unterschiede und überraschende Ähnlichkeiten,
Resch-Verlag 2006, ISBN 3-935197-52-7, 304 Seiten, 13,90 €
Wer kann als Kenner Mohammeds gelten, wenn nicht ein Professor für islamische Geschichte der Al-Azhar Universität in Kairo. Ein ehemaliger Professor! Warum ehemalig? Er äußerte als Akademiker Zweifel daran, dass der Koran direkt von Allah stammt, er sah darin die Gedanken eines Menschen. Erst danach wurde er Christ und studierte später in den USA Weltreligionen und christliches Lehramt. Wie er Christ wurde, beschreibt er relativ ausführlich.
Gabriel vergleicht zunächst die Biographien von Jesus und Mohammed, dann ihre Lehren und Taten. Er beschreibt ihre Reaktionen auf die Herausforderung durch die Juden, wie sie lehrten zu beten, wie sie dem Feind begegneten, was sie über Frauen dachten. Diese und andere Vergleiche zeigen dem Leser, welch Geistes Kind diese beiden sehr einflussreichen Persönlichkeiten sind, die tiefreichenden Unterschiede treten zutage. Dem Autor, der nun seit elf Jahren Christ ist, ist der Wunsch abzuspüren, Muslimen die Möglichkeit zu geben, von Jesus zu erfahren.
Die Glaubwürdigkeit des Buches basiert auf einer gründlichen, aus den arabischen Originalquellen erworbenen Kenntnis des Korans, der Hadithen und der islamischen Geschichtsschreibung. Ein Buch, das gut gegliedert und leicht zu lesen ist. Im Anhang beschäftigt sich der Autor ausführlich mit den Quellen der beiden Religionen und mit Prophezeiungen über Jesus und Mohammed. Dem Buch ist unter Christen weite Verbreitung zu wünschen. Es eignet sich auch gut für interessierte Muslime.
Murat findet Jesus, Markus Wäsch/Carsten Polanz (Hg.)
Einladung zum Schöpfer statt zum Kampf der Kulturen,Christliche Verlagsgesellschaft, 96 Seiten, 1,90 €, ab 20 Stück 1,40 €
Ein Büchlein, das sehr gut geeignet ist, es an muslimische (Schul-)Freunde oder im Gespräch mit Kollegen weiterzugeben. Es nimmt den muslimischen Leser mit auf die Reise zur Entdeckung des Evangeliums. Im Buch erzählen drei ehemalige Muslime - zwei Türken, ein Kosovo-Albaner - wie sie nach einer langen Suche zu Christus gefunden haben. Im zweiten Teil des Buches gehen die Herausgeber auf die argumentativen Hindernisse ein, die Muslimen den Weg zum Evangelium versperren. Allein deshalb ist es auch ein Buch für Christen, die darauf Antworten finden sollten. Es ist in unserer Bücherstube erhältlich.
"Jede hat ihren Glauben. Aber es ist ein Gott"
Begegnungen mit muslimischen Frauen,
hrsg. von Miriam Neubert/Ursula Rudnick, Hora Verlag, Hannover 2003,ISBN 3-936692-02-5, 112 Seiten. 5,00 €
Evangelische und katholische Studentinnen der Theologie und Religionspädagogik haben muslimische Frauen und zwei Männer interviewt und in ihrer Welt „abgebildet”. Dieses Projekt brachte eine Ausstellung und dieses Buch hervor. Von den Frauen erforderte es sicher Mut, sich zu bestimmten Fragen zu äußern. So entstand ein aufschlussreiches Buch, das zum aktiven Kennenlernen muslimischen Lebens und Denkens anregt. Leser sind eingeladen, mit Muslimen über Gott und über die Folgen des Glaubens für das Leben und Handeln ins Gespräch zu kommen. Der Titel lässt offen, wer Gott ist. Gut, dass auch die folgende Aussage im Buch enthalten ist: Christen kann nur der Glaube an den Gott verbinden, der in Jesus Christus Mensch geworden ist - nur dann kann von demselben Gott gesprochen werden.
Keiner kann alle erreichen - Aber Jeder kann einen erreichen
Schriften für Muslime in deutscher Sprache
Vielleicht haben auch Sie bereits danach gesucht. Viele der ungefähr 4,2 Millionen Muslime im deutschsprachigen Raum wissen wenig über den christlichen Glauben oder haben ein verzerrtes Bild, Kontakte zu Deutschen fehlen. Darunter befindet sich auch eine wachsende Anzahl deutscher Muslime.
Christen nehmen sich zu wenig Zeit, fühlen sich oft unsicher, haben Angst vor Konfrontation und wissen nicht, wo sie Hilfe erhalten können. Deshalb brachte ein Arbeitskreis der Deutschen Evangelischen Allianz ein Angebot heraus, das Ihnen helfen soll, Muslime in Ihrer Nachbarschaft mit Jesu Liebe zu erreichen.
Auf einem Faltblatt mit obigem Titel sind sechs Schriften aufgeführt, die neugierig auf den christlichen Glauben machen sollen, Lebensberichte enthalten, die über Worte und Handeln von Jesus informieren, den Heilsweg für Muslime erklären, die die Glaubwürdigkeit der Bibel behandeln und Missverständnisse erklären und einen Bibelkurs.
- Gerhard Nehls, Zu gut, um wahr zu sein, 0,80 €
- Markus Wäsch/Carsten Polanz (Hrsg.), Murat findet Jesus, 1,90 €
- Gerhard Nehls, Nabi Isa und seine Botschaft, 1,80 €
- William Miller, Was Christen glauben, 4,90 €
- Gerhard Nehls, Lieber Abdullah, 4,90 €
- Gerhard Nehls, Bibelkurs „Al Kitab”, ca. 6,90 €
Bezugsquelle Deutschland: Evangelischer Ausländerdienst e.V., Tel. 02 31 - 4 89 23, E-Mail: info@ead-direkt.de
Bezugsquelle Schweiz: MEOS Medien, Tel. 01 / 320 00 45, E-Mail: medien@meos.ch
Bestellen Sie zunächst einige Exemplare des kostenlosen Faltblatts „Keiner kann alle erreichen - Aber Jeder kann einen erreichen”. Zumindest die Verantwortlichen und Ausländerfreunde in Ihrer Gemeinde sollten darüber informiert werden. Machen Sie mit, beginnen Sie mit dem Gebet für einen Muslim, den Sie kennen, bitten Sie Gott um einen Kontakt und geben Sie gezielt eine Schrift weiter! Bei Bedarf beraten wir Sie gerne.
Was Christen glauben, William Miller, 4,90 €
Taschenbuch, 72 S. Brockhaus, Haan, 2006Wer ist Gott? Wer ist der Mensch? Was ist Sünde? Welche heiligen Bücher erkennen die Christen an? Wer ist Jesus Christus, wie wurde er geboren und was tat er? Was war Jesu Werk auf der Erde? Wer ist der Heilige Geist? Glauben Christen an drei Götter? Welche religiösen Pflichten haben Christen? Solche und ähnliche Fragen, die besonders Muslime im Blick auf das Christentum bewegen, werden in diesem Buch aufgegriffen und sachlich und präzise erörtert. Für eine persönliche Note sorgen der Briefstil und die persönliche Ansprache an den Leser.
Dieses Buch hat eine Orientdienst-Mitarbeiterin aus dem Englischen übersetzt; es erschien jetzt im Brockhaus-Verlag. Das Buch ist für deutschsprachige Muslime gedacht, die sich bereits etwas für den christlichen Glauben interessieren. Seit vielen Jahren wird dieses Buch in Englisch und in verschiedenen Sprachen des Orients weitergegeben. Es kann gerne auch über unsere Bücherstube bezogen werden.
Der Islam. Die 100 wichtigsten Daten
Melanie Miehl, Gütersloher Verlagshaus
2004, 128 S.,
ISBN 3-579-01391-2, 8.95 EUR
Als Einstieg in die Welt des Islams eignet sich diese elementare Wissensvermittlung, weil die 1400-jährige Geschichte des Islams chronologisch in 100 „Momentaufnahmen“ zusammengestellt ist. Melanie Miehl ist Islamwissenschaftlerin, 1972 geboren und lebt in Berlin. Ein kurzweiliges Nachschlagewerk, das Leser auf den Geschmack bringen kann, sich über die knappen Texte hinaus noch intensiver mit den einzelnen Themen zu befassen.
Frauen und die Scharia. Die Menschenrechte im Islam,
Christine Schirrmacher /
Ursula Spuler-Stegemann. ISBN 3-7205-2527-9,Diederichs Verlag, 2004, 256 S., geb., 19.95 €.
Im Namen der Scharia werden Frauen beschnitten, zwangsverheiratet, vergewaltigt, eingesperrt, gesteinigt oder für »die Ehre« ermordet. Politiker, Juristen, Theologen und männliche Familienmitglieder enthalten Frauen unter Berufung auf das Erb-, Ehe- und Zeugenrecht grundlegende Menschenrechte vor und schreiben die untergeordnete Rolle in Familie und Gesellschaft fest. Die renommierten Islam- und Religionswissenschaftlerinnen Christine Schirrmacher und Ursula Spuler-Stegemann befassen sich seit Jahrzehnten mit den Rechten von Frauen im Islam. Sie erläutern die Bestimmungen der Scharia, beleuchten deren Anwendung in den islamischen Ländern und den Diaspora-Gemeinden und zeigen mutige Frauen, die sich gegen ihre Verurteilung durch die Scharia wehren. (IFI)
Ein Maulkorb für Christen?
Thomas Schirrmacher, Thomas Zimmermanns (Hrsg.),
idea-Dokumentation 12/2005, VKW, ISBN: 3-938116-12-9;
Bezug: vertrieb@idea.de , 7,90 € zzgl. 2,00 € Versandkosten
Deutschland ist der einzige Staat in der europäischen Union, der die Antidiskriminierungsrichtlinien der EU (zumeist im Jahr 2000 erlassen) noch nicht umgesetzt hat. Da Deutschland bei Nichtumsetzung eine hohe Geldstrafe droht, wird ein Antidiskriminierungsgesetz (ADG) in Deutschland wohl bald Realität werden. Vor allem geht es dabei um Behinderte, Frauen mit Kindern, sexuelle Orientierung und Religionszugehörigkeit. Das ADG wird erhebliche Eingriffe in die Privatautonomie mit sich bringen, auch wenn es darum geht, ob ein muslimischer Bewerber von einer christlichen Organisation oder ein mietinteressierter Muslim abgelehnt werden darf. Strafen um die 30.000 € sind im Gespräch. Das vorliegende Buch spricht die Entwicklung des ADG in der EU-Richtlinie, den deutschen Entwürfen von 2001, 2004 und 2005 an und bewertet diese eher kritisch: „Insgesamt ist das ADG das Musterbeispiel eines Gesetzes, in dem sich Ideologie über Recht und Sachverstand erhebt.“ Neben Gerichtsurteilen über Abtreibungsgegner in Deutschland und Homokritikern in Schweden dokumentiert das Buch Auswirkungen neuer Gesetze zu „Hassäußerungen gegenüber Religionen“ in Australien und ähnliche geplante Gesetze zum Schutz des Islams in Großbritannien. Bei der aktuellen Diskussion um die Mohammed-Karikaturen bleibt zu hoffen, dass ein Antilästerungsparagraph keinen Eingang in die EU-Verfassung findet, der jeglichen Widerspruch dem Islam gegenüber zur Straftat abstempeln könnte. So könnte ein solcher Paragraph genau das erreichen, was er zu verhindern versucht, nämlich ein gegenseitiges Aufhetzen und eine Welle juristischer Klagen der verschiedenen Religionen z.B. Islam, Christentum, Judentum und Hinduismus. Das Buch schließt mit einer Argumentation Schirrmachers über die Frage, ob ein Christ vor Gericht gehen darf.
Jesusfilm-Schulprojekt
„Jesus und die kleinen Leute”
heißt ein Materialpaket, das speziell für den
Religionsunterricht entwickelt wurde. Mit Hilfe des Jesusfilmes wird
den Schülern kurzweilig und interaktiv das Leben und Wirken
von Jesus nahe gebracht. Die bestehenden 6 Unterrichtseinheiten werden
für das WM-Jahr 2006 durch eine weitere Einheit mit dem Titel
„Die Mannschaft des 1. FC Galiläa”
ergänzt: Jesus und seine Jünger kommen als
Fußballmannschaft ins Spiel. Als Religionslehrer erhalten Sie
durch den Einsatz des Unterrichtsmaterials die ideale
Möglichkeit, mit Ihren Schülern ins Gespräch
über Jesus zu kommen.
Das Jesus-Projekt entwickelt Medien und Strategien, durch die Menschen
in Kontakt zu Christen kommen und Jesus kennen lernen.
Flächendeckende Verschenkaktionen in der Nachbarschaft
erreichen vom Glauben entfernte Menschen, die weiter begleitet werden.
*Die Verschenk-DVDs sind durch Spenden stark subventioniert und dürfen nur verschenkt werden: Ab 10 Stück für nur je 1 Euro; Einzelbezug nicht möglich. Bestellungen: Tel.: 0641-975 18-46; E-Mail: Jesusfilm@Campus-D.de
Der einsame Gott des Islam. Was uns nach dem Islam fragen lässt, Hanna Kohlbrugge. Hrsg. Hebe Kohlbrugge und Berthold Köber
LIT-Verlag Dr. W. Hopf, Münster 2003, ISBN 3-8258-6175-9, 280 S., 19,90 Euro.Die Autorin (1911-1999) ging nach ihrem Studium in den
Niederlanden und in London in den Iran. Sie machte sich mit dem Volk
und dem Land vertraut, indem sie an einer Mädchenschule
unterrichtete. Danach studierte sie an der Universität in
Teheran. Hautnah hat sie den Islam erlebt und sich mit ihm
über viele Jahre auseinandergesetzt. Mit Sufis und Gelehrten
führte sie zahlreiche Gespräche und erfuhr dabei, wie
nachdenkliche Muslime zwischen der Einsamkeit des einen Allah und dem
kollektiven Beten und Denken eingeklemmt sind. Der dreieinige Gott, der
kommt, der tröstet und wiederkommt, fehlt. Darum, so meinte
sie, müssen wir die Muslime verstehen und uns ihnen
nähern. Oft leiden Andersgläubige unter ihren
Zwängen - sie brauchen Gelegenheiten, uns über die
Hoffnung, die in uns lebt, zu befragen. Kirche Jesu Christi versteht
sie als überzeugte Christin nur als bekennende Kirche, mit
Christus als dem Haupt. Die Islam-Wissenschaftlerin lässt die
Leser hinter die Fassaden des Islams blicken. Dabei widmet sie sich dem
sunnitischen, wie auch ausgiebig dem schiitischen Islam und dem
Sufismus. Selbst wer sich Frieden in Nahost wünscht, findet
beim Lesen Ursachen, warum zwischen Israel und den Arabern keine Ruhe
einkehren will. Die beiden Herausgeber haben Vorträge und
veröffentlichte Aufsätze von Hanna Kohlbrugge - wie
ein geistiges Vermächtnis für uns - zusammengestellt.
Hier und da trifft der Leser also auf bereits bekannte Gedanken oder
Zitate, was die Herausgeber nicht ganz vermeiden konnten. Ein
lesenswertes Buch, das sich sehr offen mit Fragen nach dem islamischen
Gottesbild beschäftigt und im Leser eine Motivation weckt, mit
Muslimen über den biblischen Gott ins Gespräch zu
kommen.
Ahmadiyya-Bewegung des Islam, Hiltrud Schröter
Deutsche Hochschulschriften 1206, Dr. Hänsel-Hohenhausen Frankfurt, 4. Aufl. 2005, ISBN 3-8267-1206-4, 167 S., 18,- Euro.Die Sozialwissenschaftlerin Hiltrud Schröter legt die
erste analytische Arbeit über die
„Ahmadiyya-Bewegung im Islam” vor. Sie zeigt, dass
die 1889 gegründete islamische Sekte trotz anders lautender
Darstellungen aus ihren eigenen Veröffentlichungen im Grunde
dieselben Ziele verfolgt wie andere islamistische Gruppierungen: den
Weltsieg des Islam über alle anderen Religionen und die
Errichtung einer islamischen Weltordnung mit Kalifat und Schariarecht.
Das Buch endet mit 10 Fragen an Juristen.
Der Islam, eine Einführung, Christine Schirrmacher
Johannis Verlag, 2005, 119 Seiten, ISBN 3-501-05253-7, 6.95 Euro.Spätestens seit dem 11. September 2001 ist der
„Islam” nicht mehr nur ein Thema für
Spezialisten oder Märchenfreunde von Tausendundeiner Nacht. Es
geht uns alle an, zumal inzwischen über 3 Millionen Muslime in
Deutschland leben - Tendenz steigend. Eine fundierte Meinungsbildung
jenseits von Blauäugigkeit auf der einen Seite und Islam-Angst
andererseits setzt jedoch solide Informationen voraus. Das vorliegende
Buch einer ausgewiesenen Fachfrau bietet dies in Form einer kurz
gefassten Einführung in Geschichte, Lehre und aktuelles
Erscheinungsbild des Islam. Darüber hinaus wird
sachlich-kritisch auf die Unterschiede zur christlichen Position
hingewiesen. (IFI)
Scham- oder Schuldgefühl?
Die christliche Botschaft angesichts von schuld- oder
schamorientierten Gewissen und Kulturen, Thomas Schirrmacher,
idea-Dokumentation 8/2005, Verlag für Kultur und Wissenschaft:
www.vkwonline.de,
95 S., ISBN 3-938116-06-4, 6,90 Euro, erhältlich bei www.idea.de.
Auf wissenschaftliche Weise vergleicht Schirrmacher verschiedene
theologische Auffassungen mit Schwerpunkt in der evangelikalen
Theologie und psychologische Ansätze. Mit
eindrücklichen Zitaten der jeweiligen Vertreter zum Thema sind
die Erklärungen auch für Einsteiger nachvollziehbar.
Schuld- und Schamgefühle sind demnach beide Gewissensregungen,
die aufgrund von Sünde auftreten und ihre Berechtigung haben.
Für einen evangelistischen Ansatz mit mehr Schamorientierten
(z.B. mit Muslimen) ist es durchaus richtig, in der
Verkündigung die Betonung auf die Schande des Menschen und die
Ehre Gottes zu legen. Ein ausführlicher Abschnitt
über ein Gewissen nach Gottes Maßstab
schließt das Buch ab.
Troeger, Brigitte. Luft wie Samt und Seide
Heitere und bewegende Geschichten einer Pfarrfrau im Orient. Brunnen Verlag Gießen, 2005. Paperback, 144 Seiten. 7,95 Euro. ISBN: 3-7655-3818-3. Im Buchhandel erhältlich.
Brigitte Troeger erzählt Geschichten von Begegnungen
mit Menschen in Ägypten und Syrien. Namen werden genannt (auch
wenn sie zum Schutz der Personen geändert sein
mögen); Einzelne bekommen Gesicht und Stimme; bei aller
Fremdheit entsteht Verständnis. Dabei erzählt
Brigitte Troeger nicht nur "schöne" Geschichten. Das macht
umso mehr deutlich, dass es wahre Geschichten sind: die arabische Welt
entspricht nicht dem Klischee von "orientalisch"; aber erst recht
besteht sie nicht aus lauter Terroristen. Es ist sicherlich gut, beim
Lesen nicht zu schnell Urteile zu fällen, sondern sich
erzählen zu lassen, wie andere Menschen in einer anderen
Umgebung leben. Dabei gibt es einige sehr sympathische Züge zu
entdecken. So macht das Buch Mut zur interkulturellen Begegnung - und
"nebenbei" auch zum gelebten Christuszeugnis und zum Vertrauen auf
Gottes Führung und Wirken.
Lomen, Martin. Sünde und Scham im biblischen und islamischen Kontext
Ein ethno-hermeneutischer Beitrag zum christlich-islamischen Dialog. edition afem, mission scripts, Verlag für Theologie und Religionswissenschaft Nürnberg, 2003. Paperback, 190 Seiten. 17,80 Euro. ISBN 3-933372-75-5
Das Buch basiert auf einer Magisterarbeit in "Intercultural Studies" am deutschen Zweig der Columbia International University in Korntal - deshalb der akademische Charakter (viele Anmerkungen, Auseinandersetzung mit verschiedensten Theorien etc.); dadurch ist es in einigen Passagen nicht ganz einfach zu lesen. Andererseits entstand es aus dem persönlichen Gespräch mit arabischen Freunden. Ziel des Autors war es zu erkennen, wie wir mit Menschen aus dem Nahen Osten in solcher Weise über Sünde und Vergebung sprechen können, dass sie wirklich verstehen, was die Bibel zu diesem Thema sagt. Deshalb ist es sehr spannend zu lesen und auch ein sehr praktisches Buch - selbst wenn am Schluss nicht ein fertiges Rezept steht, wie man es denn nun ganz konkret macht.
Für das christliche Glaubensgespräch mit
Muslimen ist das Thema "Sünde und Vergebung" von zentraler
Bedeutung. Allerdings ist das Verständnis dieser Begriffe im
westlichen, orientalischen und biblischen Kontext nicht gleich. Das
Buch von Martin Lomen hilft, die unterschiedlichen Denkweisen besser zu
erkennen und die biblische Geschichte vom Sündenfall tiefer zu
verstehen. Es unterstützt die Leser darin, die Botschaft von
der Versöhnung Gottes mit dem Sünder in
verständlicher Weise weiterzugeben. Bestellung bei:
International Christian Bookshop, Stuttgart-Korntal, Tel.:
0711-83965-38; Email: icb@aem.de
Die Begegnung von Christen und Muslimen,
eine Orientierungshilfe mit pädagogischen Hinweisen
für die Arbeit in Gruppen
Hrsg. Evangelisches Missionswerk in Deutschland, Normannenweg 17-21, 20537 Hamburg, Dezember 2001, 6. Aufl., 104 Seiten, Abgabe gegen Spende bei angegebener Adresse.
In der ersten Hälfte des Heftes finden wir einen guten Einblick in das Leben von Muslimen in Europa. Deutlich dargestellt werden die Vorurteile, denen Muslime gegenüberstehen, und Möglichkeiten zur Begegnung zwischen Muslimen und Christen. Hilfreich ist der Abschnitt über die widersprüchlichen Erfahrungen, die Christen im theologischen Gespräch mit Muslimen machen können, und eine Darstellung der Mitte des christlichen Glaubens, nämlich von Jesus Christus selbst. Bezüglich der Wahrheitsfrage wird der christliche Standpunkt allerdings nicht angemessen dargestellt. Die zweite Hälfte des Heftes nimmt die Aussagen der ersten auf und setzt sie in Vorschläge für Unterricht und Gruppenarbeit um, mit Angaben über Material, Ablauf, Zeitbedarf und weiteren brauchbaren Tipps.
Multikulturelle Teams: Risiken und Chancen
Roembke, Lianne, Campus, 2000, 332 S., 12,95 Euro, Bestellung bei International Christian Books - Renate Hauer, rhauer@aem.de, Telefon: 07 11-8 39 65-38 oder www.campus-d.de.
Das Buch gibt dem Leser Einblick in Gruppen mit verschiedener
Kultur und Prägung, die sich auch in internationalen Gemeinden
formieren. Lohnen sich solche Teams überhaupt? Wie kann man
auftretende Konflikte lösen? Vernünftige Richtlinien
in einem solchen Team helfen, Konflikten vorzubeugen. Frau Roembke
schreibt aus der Praxis. Das Buch ist übersichtlich
gegliedert. In besonderem Maß wird dem Missionar in einer
fremden Kultur Hilfestellung gegeben. Menschen, die mit anderen
Kulturen arbeiten, finden in dem Buch eine wahre Goldgrube an
Weisheiten.
Islam in Deutschland ...sind wir darauf vorbereitet?
Heinzpeter Hempelmann (Hg.), VLM-Taschenbuch, Bad Liebenzell, 2005, 96 S., 5,95 EUR, ISBN: 3-921113-79-2Vier Autoren sind beteiligt: Hempelmann, Kettling,
Schirrmacher und Troeger. Als kurz, kompakt und fundiert
könnte man das Büchlein zusammenfassen. Vier
kompetente Stimmen aus christlicher Sicht, die den
soziologisch-politischen Aspekt des Islam für Deutschland
ansprechen, aber auch die geistliche Dimension, insbesondere die
Botschaft vom Kreuzestod Jesu, nicht auslassen. Wo hört die
Toleranz auf? Ansätze zum Gespräch mit Muslimen
leiten den Leser an.
Schrupp, Ernst (Hrsg.). Mit Muslimen im Gespräch.
Wuppertal: Brockhaus Verlag, RBtaschenbuch Bd. 606, 2002. Paperback,
159 S., zum Sonderpreis von 4,90 Euro
erhältlich in der Orientdienst Bücherstube.
ISBN 3-417-20600-6. Erhältlich im Buchhandel.
Johanna Al-Sain schildert hier (man kennt sie vielleicht schon
aus dem Buch: „Ich kämpfte für
Allah”) wie sie in einem christlichen Elternhaus aufwuchs,
doch dann Muslima wurde. Als gläubige Muslima wollte sie Gott
ernsthaft dienen, doch ihr langer Weg voller Enttäuschungen
führte sie zurück zum Glauben an den Sohn Gottes. Die
Reaktionen von Muslimen auf diesen „Abfall” und
ihre Sicht der Dinge werden offen geschildert. Ein Blick in die
dazugehörige christlichen Internetseite www.deutsche-muslima.de
lohnt sich.
Neben diesem Bericht führt der Autor noch vier weitere
Bekehrungszeugnisse von Muslimen an. Der zweite Teil des Buches
enthält grundsätzliche Vergleiche zum Gottes- und
Menschenbild, Koran und Bibel und die Chancen für das
Miteinander von Juden, Christen und Muslimen.
Troeger, Eberhard. Der Islam: Was Christen wissen sollten.
Wuppertal: Brockhaus Verlag, RBtaschenbuch 603, 2002. Paperback, 222
S., 9,90 Euro. ISBN 3-417-20603-0. Erhältlich im Buchhandel.
Wer als Theologe den Kern der christlichen Botschaft erfasst hat, seit
Jahrzehnten islamische Länder bereist, Arabisch beherrscht und
als gefragter Islam-Experte die Fragen vieler Christen kennt, verdient
es, von vielen gehört zu werden. Troeger hat sein Buch 'Kreuz
und Halbmond' stark aktualisiert bzw. neu geschrieben. Die Texte aus
Teil III erschienen zuerst in der Zeitschrift 'IDEA' und wurden
für diese Buchausgabe bearbeitet. Also ein 'gewachsenes' Buch,
das leider in Aufmachung und Gliederung bescheidener wirkt als es
wirklich ist. Der Autor stellt einerseits den Islam in seiner
Vielschichtigkeit ausgewogen dar. Positive wie negative Seiten kommen
zur Sprache. Dass der klassische Islam in sich einen starken Zug zu
religiöser und politischer Dominanz trägt und eine
damit verbundene Intoleranz, muss er allerdings aufgrund der
koranischen Quellen und der geschichtlichen Entwicklung feststellen.
Andererseits geht Troeger selbstkritisch mit der christlichen
Kirchengeschichte um und rät den Christen heute, sich
unbedingt mit dem Islam zu beschäftigen - die
ausführlichen Literaturempfehlungen sind eine Fundgrube
für weitere Studien. Er ermutigt zu persönlichen
Gesprächen mit Muslimen, wozu ein 'langer Atem' nötig
ist. Der gesamte IV. Teil gibt praktische Anregungen zur Begegnung. Es
ist also keine Unterhaltungslektüre, sondern ein Sachbuch, das
längerfristig hilft, Muslime in ihrem Denken zu verstehen und
die Beziehungen zu ihnen zu gestalten.
Muslimische Patienten, Ein Leitfaden zur interkulturellen Verständigung in Krankenhaus und Praxis,
Silke A. Becker, Eva Wunderer und
Jürgen Schulz-Gambard unter Mitarbeit von Ingrid
Seyfart-Metzger und Elisabeth Wesselmann. München, Bern, Wien,
New York. W. Zuckschwerdt Verlag, 2. Auflage 2001. Paperback, 97 S.,
15,20 Euro. ISBN 3-88603-733-9. Erhältlich im Buchhandel.
Seit vielen Jahren kommen muslimische Patienten in deutsche Arztpraxen
und Krankenhäuser, um medizinische Hilfe in Anspruch zu
nehmen. Immer wieder hat es dabei Probleme in der
Verständigung gegeben, die nicht nur sprachliche Ursachen
haben. Es ist das Verdienst von Mitarbeitern im Städtischen
Krankenhaus München Schwabing, sich intensiv mit den Fragen
der interkulturellen Kommunikation mit muslimischen, besonders
türkischen Patienten beschäftigt und als Ergebnis den
vorliegenden "Leitfaden" herausgegeben zu haben.
Das Buch ist als Hilfe für den praktischen Umgang geschrieben
worden. Die Ausführungen sind einfach und leicht
verständlich. Nach einigen grundlegenden
Erläuterungen über "Kultur" und "Religion" folgen
Hinweise und Ratschläge zu verschiedenen Bereichen wie: Essen,
Gesundheit und Krankheit, Intimsphäre, Geburt und Tod. Auch
die Rolle der Angehörigen wird geschildert. Informationen, die
in verschiedenen Zusammenhängen wichtig sind, werden z.T.
wörtlich wiederholt. Außerdem finden sich viele
Querverweise, die helfen, sich rasch orientieren zu können.
Das Buch ist nicht aus biblisch-christlicher Perspektive geschrieben.
Deshalb findet sich auch weder eine geistliche Beurteilung des Islam
noch der teilweise okkulten Praktiken des Volksislam. Auch Hilfen zum
mitmenschlich-seelsorgerlichen Umgang nach christlichen
Wertvorstellungen wird man nicht finden.
Doch abgesehen von diesen Einschränkungen ist der "Leitfaden
zur interkulturellen Verständigung in Krankenhaus und Praxis"
auch für Christen sehr nützlich und hilfreich.
Neil Morris, Islam - Ursprünge, Lehre, Islam Heute
Neukirchener Verlagshaus und Verlag Katholisches Bibelwerk, Hardcover, 46 Seiten, 12,90 Euro
Ein sehr übersichtlich gestaltetes, sachlich
vielseitig informierendes Buch mit farbigen Illustrationen.
Für Kinder und Jugendliche. Enthält keine christliche
Wertung
Melanie Miehl, 99 Fragen zum Islam
Gütersloh: Gütersloher Verl.-Haus, 2001. Paperback, 143 Seiten. 7,90 Euro. ISBN 3-579-01203-7
Wie der Titel schon sagt, werden 99 Fragen zum Islam
auf jeweils 1-2 Seiten in Kürze beantwortet. Wie in einem
Lexikon sind die Themen alphabetisch geordnet. Darunter befinden sich
Themen wie: Aufklärung, Austritt aus dem Islam, Mission,
Hälle, Paradies und Fundamentalismus. Die Autorin, die
Islamwissenschaft studiert, gibt Interessierten die
Möglichkeit, ohne großen Aufwand einen Einblick in
die Themen zu bekommen. Leider fehlt es an weitergehenden
Literaturhinweisen für den, der sich tiefer in die Materie
einarbeiten möchte. Manche Problempunkte werden umgangen, z.B.
was die Einstellung des Islam zu nicht monotheistischen Religionen
anbelangt (s.S.17).
Shindeldecker, John: Türkische Aleviten - Heute
Istanbul: Anadolu Ofset, 2001, Paperback, 64 Seiten, 2,55 Euro, ISBN 975-94441-1-9, Bestellung bei Orientdienst
John Shindeldecker zeichnet sich durch seine Seminartätigkeit an einer Alevi-Bektaschi Stiftung in Istanbul und zahlreichen Veröffentlichungen als ein Kenner der türkischen Aleviten aus.
Das Alevitentum stellt eine Verschmelzung aus Islam, Christentum, Schamanismus und Humanismus dar. In der Türkei leben zwischen 10 und 20 Millionen Aleviten.
Anhand der islamischen Glaubenslehre und der fünf Säulen des Islams arbeitet Shindeldecker heraus, wo die Unterschiede zum sunnitischen Islam liegen. Aleviten legen weniger Wert auf Orthodoxie als auf menschliche Beziehungen und Weisheit. Neben Ali, dem Schwiegersohn Mohammeds, sind Hadschi Bektasch, Junus Emre, Pir Sultan Abdal viel beachtete Personen. Die Gemeindeversammlung "cem" wird beschrieben, ebenso die bedeutende Funktion des geistlichen Leiters "dede" und ihr Feiertag "Nevruz".
Ein knapp gefasstes, lesenswertes Buch für alle,
denen Türke nicht gleich Türke ist, für
die, die gerne in die Türkei reisen und solche, die
einen Weg suchen, Aleviten die Einzigartigkeit von Jesus zu bezeugen.
Schirrmacher, Christine, Herausforderung Islam
Hänssler-Verlag, 2002, 151 Seiten, Euro
6,95, ISBN 3-7751-3859-5. Im Buchhandel erhältlich.
Die Islamwissenschaftlerin geht in diesem Buch auf die aktuellen
Ereignisse seit dem 11. September 2001 ein.
Äußerungen von Politikern und Vertretern
verschiedener Strömungen des Islam und seine Missionsarbeit
werden aus biblischer Sicht beurteilt. Eine christliche Betrachtung und
mutige Vorgehensweise gegenüber dem Islam wird dem Leser
nahegelegt.
Das Urteil des Koran, der Tradition und auch islamischer Theologen der
Neuzeit Andersgläubigen gegenüber lassen den Leser
Muslimen über die Schulter blicken und sehen, was sie wirklich
über uns Christen denken. Interessante Argumente gegen den
Vorwurf der Bibelfälschung finden sich ebenso wie die
Darstellung der Folgen, die ein Konvertit zum Christentum zu erwarten
hat.
Somit handelt es sich hier um ein sehr fundiertes Buch, das viel
Hintergrundwissen in leserlichem Stil zusammenfasst und motiviert, auf
Muslime ohne Ängste zuzugehen.
Im Anhang befindet sich eine sehr praktische Gegenüberstellung
von islamischem und christlichem Glauben in den zentralen
Glaubenssätzen.
Maurer, Andreas, Basiswissen Islam - und wie Christen Muslimen begegnen können
Hänssler-Verlag, 139 S., Euro 12.95. Im
Buchhandel erhältlich.
Einen Blick hinter die Kulisse des Islam ermöglicht Maurer
aufgrund zahlreicher persönlicher Begegnungen mit Muslimen
über viele Jahre im südlichen Afrika. Seit 2000
arbeitet der Autor als wissenschaftlicher Leiter des Instituts
für Islamfragen in der Schweiz. In seinem gut gegliederten
Buch, das durch Karten, Skizzen und Übersichten das Lesen
leicht macht, vermittelt er grundlegendes Wissen über den
Islam, formuliert christliche Antworten auf Einwände und gibt
schließlich Hilfen zur Begegnung mit Muslimen. 'Basiswissen
Islam' will Christen in West-Europa helfen, ihre Angst vor Muslimen zu
überwinden und sie dazu ermutigen, Muslimen mit
Verständnis und Liebe zu begegnen. Sowohl Gemeinsamkeiten als
auch Unterschiede beider Religionen werden dem Leser sehr detailliert
dargestellt. Die biblische Argumentation ist auch durch
wissenschaftliche Forschung und weltliche Geschichtsschreibung
untermauert. Dass für Christen Gebet und die Bereitschaft zum
Fasten als Voraussetzungen zu Begegnungen erwähnt werden,
zeigt die geistliche Auseinandersetzung, um die es geht: dem
Andersgläubigen in Respekt und Liebe zu begegnen. Dabei fehlen
nicht praktische Hilfen für das Verhalten und
bewährte Konzepte für das zeugnishafte
Gespräch.
Die Stärke des Buches liegt in der Kürze - deshalb
kann der enttäuscht sein, der z. B. unter der
Überschrift "Christlich-Islamische Ehen" nur eine knappe Seite
vorfindet. Im Anhang befinden sich u. a. nützliche
Kontaktmöglichkeiten für individuelle
Beratung. Ich wünsche dem Buch eine weite
Verbreitung, v. a. in Hauskreisen, unter Kirchen- und
Gemeindevorstehern, unter Mitarbeitern in der Kinder- und Jugendarbeit.
Spuler-Stegemann,Ursula, Muslime in Deutschland
Herder-Verlag, 3. Auflage 12/2001, Euro 14,90.
Im Buchhandel erhältlich.
Diese 3. Auflage wurde aktualisiert und geht auch auf die
Terroranschläge am 11. September 2001 ein. Ein sehr
informatives Buch, das lehrt, zu unterscheiden und wachsam zu sein.
Leider wird die Position der Evangelikalen völlig
unsachgemäß dargestellt.
Kulturknigge für Nichtmuslime, Peter Heine
Herder-Verlag ist wieder neu aufgelegt worden
und im Buchhandel erhältlich.
Juden, Christen und Muslime gemeinsam für den Frieden?
Auf seiner Vollversammlung im Oktober 2002 hat der
Theologische Konvent
Bekennender Gemeinschaften eine Orientierungshilfe zum
biblisch-heilsgeschichtlichen Verständnis des Nahost-Konflikts
verabschiedet, die auch in der Weihnachtsausgabe von DIAKRISIS (Nr. 5/6
- 2002) abgedruckt war. Sie kann bestellt werden bei: Theologischer
Konvent / Schulstraße 1 / D-72810 Gomaringen.
Die letzte Schlacht des Islam um Jerusalem,
Juden und Jerusalem aus der Sicht des Islam, Moussa Afschar, Martin-Blaich-Verlag, Vertrieb: Hänssler-Verlag, 100 S., 6,- Euro
Wer denkt, Friede müsste bei gutem Willen machbar
sein, entdeckt in diesem Buch eher das Gegenteil. Der Leser
erfährt zunächst etwas über Mohammeds
Beziehung zu den Juden, die sich zu seinen Lebzeiten von
Annäherung in Hass wandelte. Mit Sorgfalt wird festgestellt,
dass Jerusalem mit keinem Wort im Koran vorkommt. Woher kommt dann die
zentrale Bedeutung und der Anspruch der Muslime auf diese Stadt? Vor
allem die Legende von der nächtlichen himmlischen Reise
Mohammeds nach Jerusalem und zahlreiche andere Legenden geben der
Al-Aqsa-Moschee einen sehr hohen Rang nach Medina und Mekka.
Verblüffend zu lesen ist dabei, dass zum Islam konvertierte
Juden zu diesen Legenden beigetragen haben.
Und wenn Mohammed vom Felsen - jetzt unter dem Felsendom - in den
Himmel fuhr, warum wird auf den zahlreichen Inschriften am
Gebäude nichts davon erwähnt? Schließlich
wird durch Zitate einflussreicher Männer bestätigt,
wie Muslime auf eine heilige Schlacht zuleben, durch die diese 'heilige
Erde' von den Juden gereinigt werden soll. Ein kurz gefasstes Buch mit
vielen Quellangaben, das beinahe schroff aufdeckt. Schade, dass der
Autor nichts von dem Friedefürsten Jesus durchblicken
lässt, der bereits damals Tränen über diese
Stadt vergoss und von seiner Beauftragung zur Mission, die sich an alle
Nationen richtet. Acht Farbfotos runden das Buch ab.
Der Heilige Krieg, Lizenz zum Töten im Namen Allahs,
Moussa Afschar, Martin-Blaich-Verlag, 2002, Bestellnummer: BPB 6003 GER, 68 S., Vertrieb: Hänssler-Verlag, 6,- Euro
Der Autor schreibt fleißig kurze Bücher zu
brisanten Themen. Dieses ist eine Antwort auf die seit dem 11.
September im Westen oft beschworene und flache Darstellung, dass der
Islam von seiner Quelle her eine friedliebende Religion sei. Dazu
werden viele Beispiele aus dem Koran, den Sprüchen Mohammeds
(Hadith), dem islamischen Gesetz (Scharia) und Aussagen heutiger
islamischer Gelehrter zitiert. Nach diesen Aussagen ist Dschihad in
erster Linie mit - Heiliger Krieg - zu übersetzen und
für Muslime eine Pflicht. Nur wenige dialogsuchende
christliche Theologen und medienwirksame - Experten - , auch von
islamischer Seite, übersetzen Dschihad als Einladung zum
Glauben. Einige von ihnen kommen auch zu Wort. Die Frage nach
islamistisch motivierten Selbstmordattentaten wird ebenso behandelt wie
die Verheißungen für islamische Märtyrer.
Mit seinen Anmerkungen und Quellen ist das Buch sehr informativ, kann
allerdings nicht die richtige Motivation geben, mit Liebe auf Muslime
zuzugehen und sie zu Jesus einzuladen.
Geschichte einer Märtyrerin? Sabatina James, Sabatina - Vom Islam zum Christentum - ein Todesurteil
Sabatina James, Sabatina - Vom Islam zum Christentum - ein Todesurteil, Verlag Kleindienst, St. Andrä-Wördern (Österreich), 2003, 217 Seiten, Preis: EUR 24,90
Das Buch liest sich sehr gut. Es ist grafisch interessant gestaltet, enthält viele Bilder und ist spannend geschrieben. Die junge pakistanische Frau hat von sehr bewegenden Erfahrungen zu berichten: Als Kind kam sie mit ihrer Familie nach Österreich, erlebte die Spannungen zwischen den Kulturen ihres Elternhauses und ihres Gastlandes am eigenen Leib, passte sich ihrer neuen Umgebung immer mehr an, was zu wachsenden Konflikten mit ihren Eltern führte, bis es zum völligen Bruch mit ihrer Familie kam. Sie hatte bekannt, Christin geworden zu sein, und wurde darauf hin bedroht, dass sie umgebracht werde, wenn sie nicht zum Islam zurückkehre. - Die Geschichte einer Märtyrerin?
Trotz der anschaulichen Erzählweise ist es nicht einfach, sich ein Urteil zu bilden oder auch nur wirklich zu verstehen, was hier eigentlich geschieht. Dass in diesem stark subjektiv geprägten Bericht über persönliche Erfahrungen „die andere Seite” nicht selber zu Wort kommt, ist verständlich. Aber gerade hier brauchten wir als europäische Leser dringend „Nachhilfe”, damit wir nicht vorschnell Partei ergreifen (was ja niemandem nützt).
Sabatinas Weg ist für uns gefühlsmäßig leicht nachvollziehbar: Sie hat ähnliche Probleme mit (einer Spielart) der islamisch-orientalischen Kultur wie wir - wie viele unserer Ängste und Vorurteile verstärkt sie damit? - und sie wechselt zu unserer Kultur über - wodurch wir gerne bestätigt sehen, dass unsere Kultur die bessere sei.
Das Verhalten der Eltern jedoch ist für die meisten von uns fremd und erscheint nicht selten als „verbohrt” und grausam. Statt einer hilfreichen Beschreibung ihrer kulturellen Prägung und der starken Ängste, Konflikte und Verletzungen, die ihre Reaktionen steuern, finden wir hier und da das bekannte Klischee: „Mittelalter” (S. 66 und 70). Was wir nicht verstehen, dürfen wir verurteilen? - Dass „Sabatina” selber das Handeln ihrer Familie nicht erklärend analysieren kann, ist verständlich. Dass hier eine Lücke vorliegt, sollte sich aber jeder bewusst machen, der das Buch liest.
Schwer zu verstehen ist auch „Sabatinas” Weg zum „Christentum”: Entdeckt sie in der Bibel lediglich die Grundlagen der westlichen Kultur, für die sie sich schon längst entschieden hat? Oder begegnet sie wirklich dem lebendigen Herrn Jesus Christus? Ist ihr „Glaubensbekenntnis” zu Gott, Jesus und dem Guten im Menschen (S. 185) einfach eine ungeschickte, theologisch nicht ganz korrekte Formulierung, oder bedeutet es, dass sie Jesus Christus noch gar nicht als ihren Erlöser kennt?
Trotz solcher Fragen ist aber das Buch als Bericht, in welche Konflikte ein junger Mensch, der in zwei Kulturen aufwächst, hineingeraten kann, sehr interessant und nützlich zu lesen.
„Sabatina” ist jedoch kein Buch, das man Muslimen zur Lektüre empfehlen sollte. Viele von ihnen würden wahrscheinlich über weite Textpassagen und auch durch die Bilder von „Sabatina” (in westlicher Kleidung mit Kreuz um den Hals) nur die üblichen Vorstellungen bestätigt finden: „Bekehrung” zum Christentum ist der Übertritt in die freizügige westliche Kultur.
Türkische Schuldnerberatung
Was mache ich mit meinen Schulden? Diese Frage stellen sich
nicht nur Deutsche, sondern auch Menschen türkischer Herkunft,
die von Überschuldung bedroht sind. Eine Broschüre
können Sie in türkischer und deutscher Sprache vom
„Bundesministerium für Familien ...”
anfordern: 01805-329 329 oder per E-Mail an broschuerenstelle@bmfsfj.de
bzw. im Internet unter www.bmfsfj.de
als PDF-Datei herunterladen.
Der verpasste Friede
Mission und Ethnie und Staat in den Ostprovinzen der
Türkei 1839-1938.
Hans-Lukas Kieser, Zürich, Chronos Verlag, 2000; Hardcover,
642 S., 39,- EUR, ISBN 3-905313-49-9
Kieser geht als promovierter Historiker auf die anfänglich
positiven Modernisierungsansätze in der Osttürkei um
1830 ein. Doch dann begann die radikale Verdrängung und
Vernichtung aller ethnisch nichttürkischen Volksgruppen, die
ihre Schatten bis heute wirft. Missionen und Missionare sind hier
nicht, wie oft von türkischer Seite behauptet wird, Handlanger
des imperialistischen Westens. Missionare kommen im Originalton zu
Wort. Sie versuchten, trotz aller Ohnmacht und oft gegen die eigenen
westlichen Regierungen, die schlimmste Not in diesem Jahrhundert der
Kriege und des Mordens zu lindern. Ein sehr bewegendes Buch mit vielen
Bildern, Karten, Tabellen, Originaldokumenten und Zitaten. Besonders
werden die Schauplätze Harput, Van und Urfa beleuchtet. Gottes
Geschichte in diesem furchtbaren Geschehen lässt sich erahnen.
Ein Buch, das man nicht kurz vor einem Türkeiaufenthalt lesen
sollte, um den heutigen Türken gegenüber nicht
ungerecht zu werden.
Islam ohne Schleier. Ich war Muslim - was ich glaubte.
Ergün Mehmet Caner u. Emir Fethi Caner.
Brunnen-Verlag,
ISBN 3-7655-1320-2, 256 Seiten, EUR 14,95. Erhältlich
über Ihre örtliche Buchhandlung.
Ihre eigene ehemalige Religion unverschleiert darstellen, das
beabsichtigen die beiden Brüder Ergün und Emir Caner.
Die Autoren wurden von ihrem türkischen Vater in Ohio/USA als
sunnitische Muslime erzogen. Später unterstellten sie ihre
Lebensführung Jesus Christus und lehren inzwischen beide als
Professoren christliche Theologie. Durch die Ereignisse am 11.9.2001
wurden plötzlich beide zu sehr gefragten Referenten, von denen
man Insider-Wissen erwartete. Das Buch bietet Einblick in Glauben,
Lehre und Geschichte des Islam. Anwendung von Gewalt, die bereits in
Quellen verbrieft ist, wird schonungslos offengelegt - dieses Thema
passte offenbar auch gut zum politischen Klima in den USA. Der Bezug
zur Gegenwart wird durch die Erwähnung verschiedener
Ereignisse und kleiner persönlicher Geschichten hergestellt.
Ob dieses Buch Christen hilft, die 1,2 Milliarden Muslime der Welt mit
den Augen von Gottes suchender und rettender Liebe zu sehen, ist
fraglich. Zwar gibt es praktische Hinweise im letzten Kapitel, wie wir
- ohne in „Fettnäpfchen” zu treten das
Evangelium bezeugen können, doch der Leser ohne Vorkenntnisse
bekommt insgesamt ein stark einseitiges Bild vom Islam. Da beide als
Insider gelten und doch keine Islam-Wissenschaftler sind, fehlt dem
Buch leider etwas die sachliche Kompetenz. Das Heranziehen vieler
Hadith-Zitate macht das Buch nicht glaubwürdiger, da ihre
Echtheit auch von Islam-Experten angezweifelt wird.
Freude für Syrien - Eine Woche Gebet
Diese achtseitige Handreichung ist als einwöchige
Gebetshilfe für Syrien gedacht. Neben Informationen
über Land und Religion werden konkrete Gebetsanliegen genannt.
Zu beziehen bei Deutsche Missionsgemeinschaft, Buchenauerhof, 74889
Sinsheim, Tel: 07265-9590, E-Mail: FfS@dmgint.de. Weitergehende
Informationen in Englisch unter: www.shoutforjoy2004.org
Ursula Spuler-Stegemann (Hg.), Feindbild Christentum im Islam - eine Bestandsaufnahme
Kart., 192 Seiten, EUR 9,90, ISBN 3-451-05437-X
HERDER spektrum 2004
Die Herausgeberin Ursula Spuler-Stegemann lehrt Islamwissenschaften an
der Universität Marburg. Es ist ihr gelungen, eine Vielzahl
von verschiedenen Stimmen zusammenzutragen, die über die
Haltung der Muslime Christen gegenüber Aufschluss geben.
Zwölf Autoren und Autorinnen beleuchten in 14
Beiträgen den Islam, seine Geschichte und seine Gestalt in
verschiedenen Ländern mit seinen Auswirkungen auf die dort
lebenden Christen. In aller Sachlichkeit führen die Autoren
dem Leser eine enorme Tragik und Leidensgeschichte der Christen unter
islamischer Herrschaft vor Augen. Obwohl sie sich keineswegs in allem
einig sind, ja, hin und wieder über die durchaus positiven
Beziehungen von christlichen Minderheiten und ihren islamischen
Regierungen berichten, bleibt eine eindeutige Warnung. Selbst ein
europäischer Muslim, Bassam Tibi, kommt zu Wort, der Christen
vor Selbsttäuschung warnt. Berichte von Konvertiten aus dem
Islam zeigen die oft herrschende Gleichgültigkeit unter so
genannten Christen den leidenden Brüdern gegenüber.
Betroffene machen konkrete Vorschläge für Kirchen und
Christen, um diesen Missstand abzustellen. Der Konvertit Nassim Ben
Iman folgert: "Zu glauben, dass man den Islam als Religion akzeptieren
oder gar integrieren könne, zeugt von einem
erbärmlichen Mangel an Kenntnis..." und "Schließe
den Islam aus der christlichen Kirche aus, aber nicht den Muslim." Das
Buch ist im regulären Buchhandel erhältlich.
"Aufregung um JESUS" - Der JESUS-Film für Familien und Kinder in deutscher Sprache
Das Geschenk für Kinder und Familien. Kinder zur Zeit
Jesu führen den Zuschauer mit ihren Diskussionen über
Jesus durch den Film. Besonders für Familien mit Kindern eine
phantastische Möglichkeit, mehr über Jesus zu sehen.
Auch wer den Jesus-Film für Erwachsene schon gesehen hat, kann
diesem Kinderfilm Neues abgewinnen. Er enthält zwar viele
Passagen des normalen Films, bezieht aber den Blickwinkel von Kindern
mit ein, die in das Geschehen verwoben sind.
Länge: 62 Minuten. Die Version zum Verschenken kostet 7,50 EUR
pro Stück; ab 10 Stück 5,- EUR. Weitere Informationen
und Bestellungen an: JESUSFilm@Campus-D.de oder www.jesus-film.de
