Gemeinschaft erleben in bi-kulturellen Ehen
Die zunächst fremde Kultur des Ehepartners ist anziehend und befremdlich zugleich. Drei christliche Ehepaare geben Einblick in Licht- und Schattenseiten ihres Alltags. Je ein Ehepartner ist Deutsch, der oder die andere stammt aus dem Libanon, aus Pakistan und aus Singapur.
Nachstehende Aussagen wurden anlässlich der Ausländer-Missions-Konferenz am 1. Mai 2004 aufgezeichnet. Durch die stichwortartige Wiedergabe soll der Charakter des Interviews erhalten bleiben.

Muss eine bi-kulturelle Ehe scheitern, weil die beiden zu wenig gemeinsam
haben? Sich mit einer fremden Kultur und Sprache auseinandersetzen zu
müssen, ist natürlich eine zusätzliche Belastung.
Erwähnenswert erscheint mir aber, dass z. B. japanisch-amerikanische Ehen eine niedrigere Scheidungsrate aufweisen
als rein amerikanische Ehen. Auch Ehen zwischen schwarzen Männern
und weißen Frauen sind aufgrund einer Untersuchung stabiler als
rein weiße Ehen und doppelt so stabil wie rein schwarze Ehen.
Doch bei deutsch-türkischen Ehen ist die Scheidungsrate höher,
besonders wenn die Frau Deutsche ist. Da alle Menschen vor Gott gleich sind, sollten auch Christen nicht so
auf die Unterschiede sehen, sie machen es leider doch. „In
Christus gibt es weder Jude noch Grieche“, schreibt Paulus.
Wenn er der gemeinsame Herr ist, ist auch das gemeinsame Gebet ein
sehr verbindendes Element. Immer mehr Menschen leben in bikulturellen Ehen und Lebensgemeinschaften. Sie erleben besondere Schwierigkeiten. Wo finden sie Hilfe? Im Jahr 2003 wurden in der Bundesrepublik Deutschland insgesamt 382.911 Ehen geschlossen. Davon waren 312.145 (81,5 %) deutsch-deutsche Ehen und 70.766 (18,5 %) Ehen mit Ausländern, wobei 60.198 (15,7 %) Eheschließungen deutsch-ausländisch waren und in 10.568 Fällen beide Eheleute keine deutsche Staatsbürgerschaft besaßen. Bei den deutsch-ausländischen Eheschließungen gab es folgende Konstellationen: Frau deutsch / Mann nichtdeutsch 25.015 (6,5 %); Mann deutsch / Frau nichtdeutsch 35.183 (9,2 %). Insgesamt wurden im Jahr 2003 in der Bundesrepublik 706.721 Kinder geboren. 78.168 (11,06 %) der im Jahr 2003 in Deutschland geborenen Kinder entstammen binationalen Ehen mit einem deutschen Elternteil. Davon haben 43.483 (6,15 %) einen deutschen Vater und eine ausländische Mutter, während 34.685 (4,9 %) eine deutsche Mutter und einen ausländischen Vater haben. Im Jahr 2003 wurden insgesamt 159.095 Kinder mit Migrationshintergrund geboren, das ist fast jedes vierte in Deutschland geborene Kind (22,5 %). Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V., vertritt seit 1972 die Interessen binationaler Familien und Paare. Als gemeinnütziger Verein ist er in mehr als 30 regionalen Gruppen im In- und Ausland tätig. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Beratung von Frauen und Männern in allen Fragen einer binationalen Beziehung. Seinen Hauptsitz hat der Verband binationaler Familien und Partnerschaften in: Ludolfstr. 2 - 4, 60487 Frankfurt/M., Tel.: 069 - 713756-0; E-Mail: verband-binationaler@t-online.de; Homepage: www.verband-binationaler.deWie gut, dass ich durch meinen Ehepartner...
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Verband binationaler Familien und Partnerschaften

Weitere Information zu bikulturelle und binationale Ehen im Internet:
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