Gott ruft und führt

- Weltkarte im Theologischen Seminar Lebenszentrum Adelshofen
Gottes Auftrag klärt sich oft erst "unterwegs". Eine Mitarbeiterin berichtet:
Die Freude war groß: Durch den Glauben an Jesus Christus erfuhr ich Vergebung meiner Schuld und bekam Gewissheit des ewigen Lebens. Gut ein Jahr danach erhielt ich eine Einladung zu einem Gästetag der Wycliff-Bibelübersetzer. Berichte von Indianerstämmen, deren Sprachen bisher völlig unerforscht waren, und die noch nie die Gelegenheit hatten, die frohe Botschaft von Jesus Christus zu hören, berührten mein Herz sehr. – In einem Gespräch wurde mir aber klar, dass ich zuerst selber die Bibel besser kennen lernen müsste. Sollte ich eine Bibelschule besuchen?
Ein Jahr später bereitete ich mich auf den Besuch einer 3 jährigen Bibelschule vor. Aufgrund der Aussage Jesu in Matthäus 28,18-20: „MIR ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. DARUM geht hin und machet zu Jüngern alle Völker... und siehe, ICH bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“, hatte ich den Mut gewonnen, dass GOTT, wenn das Sein Wille und Weg ist, alle Hindernisse – auch finanzieller Art – aus dem Weg räumen werde. ER HAT dann auch in Treue versorgt (u. a. durch einen Missionsgebetskreis meiner damaligen Gemeinde)!
Immer, wenn während der Ausbildung von Indianern die Rede war, brannte es in meinem Herzen und ich dachte, dass ich später wohl in diese Richtung „marschieren“ würde. Als allerdings in meinem letzten Semester die Meldung kam, dass sich Möglichkeiten für die Einreise in ein bisher ganz verschlossenes arabisches Land eröffnen, berührte mich das wiederum sehr stark. – Ich hatte schon vor dem oben genannten Besuch des „Gästetages“ auf einen Bericht hin angefangen, für die arabische Welt zu beten.
Zunächst hatte ich aber ein Gemeinde-Praktikum – aus dem dann drei Jahre wurden – zu absolvieren. Im dritten Jahr des Gemeindedienstes fiel mir eine Zeitschrift in die Hände mit dem Titel „Islam shall hear“ (Der Islam soll hören). Das gab mir wiederum einen Stich ins Herz – und wurde schließlich der Anlass, mich im Blick auf das vorher erwähnte arabische Land „in Bewegung“ zu setzen. Medizinische und sprachliche Ausbildung folgten, denn ich würde in einem medizinischen Team arbeiten.

- Töpferin führt ihr Handwerk vor
Meine eigene Gesundheit war aber im Blick auf „Tauglichkeit“ für ein solches Land nicht gut beurteilt worden – und so wurde dann schließlich ein 2 jähriger Probe-Einsatz geplant. Ich war sehr gerne in diesem Land; aber nach ca. 1 1/2 Jahren bekam ich eine infektiöse Hepatitis (Gelbsucht) – und wurde zwei Monate später zum Erholen in die Heimat geschickt, mit der Planung, ins Land zurück zu kehren. Durch eine Erkrankung meiner Mutter wurde aber aus dem „Erholen“ nicht sehr viel, und schließlich hieß es: „Ausreise aus medizinischen Gründen vorläufig nicht möglich“.
Nach einer Orientierungsphase begann ich in einer großen Stadt in Deutschland eine Arbeit mit arabischen Familien. Im Rahmen dieser Arbeit lernte ich dann meinen Mann kennen. Nach einem einjährigen Aufenthalt in einem anderen arabischen Land (Sprachstudium), empfahl uns unsere unterstützende Gemeinde, doch in ihrem Umfeld Menschen aus diesem Sprachbereich mit der guten Nachricht von Jesus zu erreichen. – Neben vielerlei Ermutigungen auf dem inzwischen langen und manchmal auch entmutigenden Weg sind die Worte aus Matthäus 28,18-20 immer wieder Basis für unseren Dienst.
Weil JESUS CHRISTUS ist, der Er ist, sind wir „unterwegs“ in Seinem Auftrag. Ihm ist ja alle MACHT im Himmel und auf Erden gegeben – und worin diese besteht, drückt ein Weihnachtslied sehr treffend aus: „... und LIEB' ist Seine Macht“! Das ist unser Sehnen und Gebet, dass noch viele Menschen aus der arabischen Welt – und natürlich weit darüber hinaus – diese LIEBE GOTTES in JESUS CHRISTUS erkennen, annehmen und die tiefe Geborgenheit in GOTT als Vater für Zeit und Ewigkeit erfahren!
