Ausländerstatistik 2013

Am 31.12.2013 lebten in Deutschland laut Ausländerzentralregister (AZR) 7,6 Millionen Menschen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit. Ausländer und Ausländerinnen sind Personen, die nicht Deutsche im Sinne des Art. 116 Abs. 1 GG sind, d.h. nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Dazu zählen auch die Staatenlosen und die Personen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit. Deutsche, die zugleich eine fremde Staatsangehörigkeit besitzen, zählen nicht zur ausländischen Bevölkerung.

Die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer stieg gegenüber 2012 um rund 419.900 Personen (+ 5,8 %). Damit setzte sich der seit 2011 beobachtete Trend verstärkt fort. Im Jahr 2011 hatte der Anstieg 177.300 beziehungsweise + 2,6 % betragen, im Jahr 2012 waren es + 282.800 beziehungsweise + 4,1 % gewesen. Der Anstieg im Jahr 2013 ist der höchste seit 1992.

Die im AZR registrierte ausländische Bevölkerung aus Nicht-EU-Staaten hat 2013 um 103.800 Personen zugenommen (+ 2,5 %). Im Jahr zuvor waren es 54.600 Personen mehr gewesen. Der Zuwachs wurde vor allem von Zuwanderern aus Syrien und der Russischen Föderation getragen. Demgegenüber ist 2013 – wie schon in den Jahren zuvor – die Bevölkerung mit türkischer Staatsangehörigkeit in Deutschland zurückgegangen (– 1,6 %). Der Rückgang fiel 2013 aber geringer aus als im Vorjahr (– 2,0 %).

Zwischen den Daten des AZR und des Zensus 2011 gibt es Unterschiede. Am Zensusstichtag 9. Mai 2011 lag die Zahl der im AZR Registrierten mit 6.650.500 um 481.100 Personen über der Zensuszahl zur ausländischen Bevölkerung (6.169.400).

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ausländischer Bevölkerungsgruppen beträgt unterschiedlich viele Jahre. Betrachten wir einige europäische Herkunftsländer, so leben Österreicher 28,4 Jahre in der BRD, Italiener 28,1 Jahre, dagegen Bulgaren 5,1 Jahre und Rumänen 5,0 Jahre.

Bei außereuropäischen Herkunftsländern sieht es so aus: Türken leben 26,5 Jahre, Bosnier und Herzegowinaer 22,6 Jahre, dagegen Pakistaner 8,9 Jahre und Afghanen 8,5 Jahre in der BRD.

Die Einbürgerungsstatistik 2013 weist aus, dass 27.970 Personen aus der Türkei, 5.462 aus Polen, 4.539 aus der Ukraine, 3.498 aus Griechenland, 3.150 aus dem Irak, 3.054 aus Afghanistan, 2.710 aus Marokko und 2.560 aus dem Iran eingebürgert wurden – um ein paar Beispiele zu nennen.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 1 Reihe 2.1, 2013.

Orientierung 2014-04; 23.11.2014
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